Full text: Die Entwickelung zum Socialismus

Seiner Natur nach unproductiv, fügt er weder der Quanti 
tät noch der Qualität der Gegenstände, die durch seine 
Hände gehen, irgend etwas hinzu: seine Operationen 
müssen also mit der möglichst kleinen Anzahl von Hilfs 
kräften ausgeführt werden. Das kann aber nur geschehen 
mittels einer Organisation, die den Producenten direct 
mit dem Consumenten in Verbindung bringt und alle 
diebischen, betrügerischen und parasitischen Zwischen 
händler ausschaltet.“ 
§ 4- 
Zusammenfassungund Schlussfolgerungen. 
Trotz der wachsenden Vorherrschaft der capitalisti- 
schen Wirtschaftsstructur, finden wir auch heute noch 
zahlreiche und wichtige Ueberbleibsel früherer socialer 
Ordnungen und vorcapitalistischer Productionsformen. 
Das bäuerliche Privateigentum, das Handwerk, der 
unabhängige Kleinhandel, stehen keineswegs auf dem 
Puñete zu verschwinden und da, wo sie sich erhalten 
haben — wo sie die Einheit des Eigentums und der 
Arbeit darstellen —, da denkt der Socialismus gar nicht 
daran, sie zwangsweise zu socialisieren.*) 
Aber so zahlreich auch in gewissen Ländern, ge 
wissen Gegenden und gewissen Industriezweigen die Zeu 
gen früherer Epochen sein mögen, so bleibt doch nicht 
minder wahr, dass im allgemeinen die Entwickelung des 
Capitalismus die Tendenz zeigt, die selbständigen Produ 
centen zu decapitalisieren, oder ihnen mehr oder weniger 
ihre ursprüngliche Unabhängigkeit zu nehmen und sie 
zu versclaven. 
*) Vergl. Kautsky: Das Erfurter Programm (Stuttgart, 
1892) pag. 150 ff. — Fr. Engels: Die'Bauernfrage in Frank 
reich und Deutschland. (Die Neue Zeit, 1894—95, No. 10).
	        
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