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hinweist, fast immer die Antwort: Ja, das sei richtig, aber daran lasse sich bei
dem herrschenden Zeitgei st leider nichts ändern.
Da haben wir den Tyrannen!
Der Zeitgeist will es nicht, und darum ist nichts zu
machen.
Nein!
Der Herren eigener Geist geniert sich offen einzugestehen, daß es im
Grunde ein starker Irrtum war, dem man zum Opfer gefallen ist, als
man Jahrzehnte hindurch gejubelt hat über den Fall aller Schranken, welche
unsere Vorfahren allmählich zum Schutze des Erwerbslebens aufgerichtet hatten,
er geniert sich, indirekt zu bekennen, daß es unrecht gewesen ist und ein Zeichen
kurzsichtigen Vertrauens auf die eigene unzulängliche Kraft, den unter dem Drucke
des börsenjobbernden Großkapitals seufzenden und nach Staatshilfe rufenden
großen Erwerbstand der Landwirte über ein Jahrzehnt zu verhöhnen und auf
die Selbsthilfe zu verweisen, während die Not desselben durch Staatsgesetze
hervorgerufen war, und er geniert sich endlich, die Hilfe nun gerade nur von
den Parteien in Aussicht gestellt zu sehen, gegen' deren Angehörige durch die
unaufhörlichen Hetzereien der liberalen und freisinnigen Zeitungen bei ihm selbst
zum Teil das Gefühl des Hasses und der Mißachtung erzeugt ist.
§ 6.
Wenn man sich das alles recht lebendig vergegenwärtigt, so kann man
nicht anders als sagen, daß hier ein tragisches Massengeschick eines ganzen
Standes vorliegt. Es läßt sich definieren als: „Akuter innerer Widerstreit der
gegenwärtigen Lebensinteressen mit einem falschen, aber durch Parteifanatismus
verankerten allgemeinen wirtschaftlichen Grundsatz."
Daß eine solche Lage sehr schwierig ist, wird jeder fühlen, nicht aber sofort
verstehen, wie es möglich gewesen ist, daß sie einen solchen Umfang hat annehmen
können. Der Grund hierfür liegt in dem andauernden intensiven Wirken der
liberalen Presse im allgemeinen und der freisinnigen im besonderen. Sie hat
das Beweisthema für den Niedergang des gewerblichen Mittelstandes dauernd
in frivoler Weise verschoben und durch ganz systematische Schürerei zwischen
Stadt und Land eine Feindschaft erweckt, durch deren Ausnutzung es ihr gelungen
ist, den Blick des städtischen gewerblichen Mittelstandes so zu trüben, daß dieser
aus der künstlich erzeugten Abneigung heraus glaubte, die ihn bedrückenden Wirt.
schaftlichen Schwierigkeiten stammten von den bösen Agrariern, während sie in
Wahrheit nur von der dem internationalen Großkapital dienenden absoluten
Gewerbefreiheit kamen.
§ 7.
Die liberale und freisinnige Presse hat von jeher vor allen Dingen in
erster Linie die Interessen des mobilen internationalen Großkapitals vertreten,
Tragischer Konflikt
im gewerblichen
Mittelstand.
Einseitige Parteinahme
der
liberalen und frei-