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gelegt würden. Sie hätten Häuser und Land und könnten nicht wegziehen, da
die Grundstücke wertlos würden.
Ist das nicht derselbe Vorgang, der sich in den Städten vollzieht, wo sich
die Warenhäuser etablieren? Wir können sogar die Bezeichnung „Stillegen"
akzeptieren. Sie paßt vortrefflich auf die Grabesruhe, welche in den meisten
Geschäften entsteht, wenn ein Warenhaus seine Pforten aufgetan hat und seine
Reklametrommel rührt.
Der Anwalt der Warenhäuser behauptet freilich schlankweg das Gegenteil.
Er findet, daß die Läden in der Nähe der Warenhäuser besonders gesucht sind, da
große Spezialgeschäfte sich gern in ihnen etablieren. Ich kann nur bezeugen, daß
ich viele Geschäftsleute habe laut auflachen hören, als ich ihnen diese Behauptung
zur Prüfuug auf ihre Richtigkeit unterbreitete. Sie steht aber in ihrer Kühnheit
lange nicht allein.
Es wird, nur um die Warenhäuser in gute Gesellschaft zu bringen, beklagt,
daß sich in unserem Vaterland eine starke Strömung geltend mache, welche das
Wesen und die Notwendigkeit der Konzentration des Kapitals verkenne und nicht
einsehe, daß hierauf die handelspolitische Macht und die finanzielle Kraft Eng^
lands und Amerikas beruhe.
In Wahrheit verkennt kein Mensch den Vorteil einer Konzentration, aber
es gibt, wie sich jeder sagen kann, eine Grenze für die Nützlichkeit der Konzentration,
wo diese anfängt unproduktiv zu werden und schädlich. Diese Grenzen
sind für alle Berufe verschieden. Für die Konzentration des Kleinhandels
liegt sie da, wo sie als Zerstörerin eines historisch
gewordenen Standes auftritt. Das ist so klar, daß darüber kein Wort
weiter verloren zu werden braucht. Denn wie überall, so geben auch in der
Volkswirtschaft die Früchte das beste Kennzeichen für den Wert oder Unwert
einer Sache ab, und diese Fruchtprobe fällt für die Warenhäuser vernichtend aus.
§ 42.
Als unrichtig ist auch die oft wiederholte Schilderung der Kleinbetriebe Warmhäu^sind
als selbstverständliche Heimstätten der Rückständigkeit, der schmucklosen Öde, der Märkte anzusehen.
Liederlichkeit, Bummelei, Pumpwirtschaft, Faulheit und Überteuerung zu kennzeichnen.
Der Mangel eines Fahrstuhles ist noch lange kein Zeichen der Rückständig,
feit. Wer nicht vier Treppen hoch Verkaufsräume angelegt hat, braucht kein
solches Vehikel. Von schmuckloser Öde kann nur sprechen, wer in kleinere Geschäfte
seit Kindesbeinen nicht mehr hineingekommen ist. Ich finde überall das
Bestreben, auf die einzelnen Branchen durch gefällige und oft künstlerische Schaustellungen
das Publikum aufmerksam zu machen. Daß dies in diskreter und
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