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XXV 1.
Arbeit liefern sie“ (1. Kapitel). Im I. Buch, 8. Kapitel, lehrt
er, dafs das Unbrauchbarwerden eines freien Dieners zwar
ebenso auf Kosten der Herren ginge wie das eines Sklaven,
dafs aber die Unkosten bei ersterem geringer wären, weil
der dazu bestimmte Fonds vom Diener selbst, d. h. sparsamer
verwaltet würde. „Ein Mensch (III, 2. Kap.), der kein Eigen
tum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben,
als möglichst viel zu essen und wenig zu arbeiten; darum sei
die Sklavenarbeit im allgemeinen für den Grundbesitzer un
vorteilhaft geworden, wie im alten Italien oder in dem Ge
treide bauenden Nordamerika. Nur da, wo der Boden noch
eine überdurchschnittliche Rente gäbe, seien die höheren Kosten
der unfreien Arbeit zu ertragen, wie auf den westindischen
Zucker- und Tabaksplan tagen, wo die Produktion stets geringer
wäre als die Nachfrage“. Letztere Voraussetzung traf nur
noch bis ungefähr zu Lebzeiten des Ad. Smith zu. Seit der
durch den Abfall Nordamerikas verursachten Krisenzeit über
stieg das Angebot stets die Nachfrage. Also hätte seitdem
auch Smith die Sklaverei und den Sklavenhandel nicht mehr
gelten lassen können.
Andere Autoren stimmten den Smithschen Grundsätzen
bei. Der Physiokrat Necker trat in seinem Werke über die
Finanzen Frankreichs für eine internationale Abolition ein.
Ramsay verwies als Beweis für die wirtschaftliche Minder
wertigkeit der Negerarbeit auf den ostindischen Zuckerrohr
bau, wo freie Arbeiter viel höhere Erträge erzielten als in
Westindien. „Wo Pflichtgefühl, Ehre, Vertrauen und eigener
Vorteil an der Arbeit beteiligt sind“, sagte Pitt, „da ist auch
Fleifs“. „Wie kann man“, fragte Clarkson (Impolicy, S. 3),
„von Menschen gute Arbeit erwarten, die zur Maschine herab
gewürdigt sind, ohne alle guten Eigenschaften einer solchen
zu besitzen!“ „The work performed by new slaves, is no
doubt less considerable than that which is performed by
creoles or seasoned slaves“ (Brougham IV, S. 407).
Derartige Überzeugungen schwächten im Laufe der Ent
wicklung je länger je mehr die theoretische Grundlage des
Sklavenhandels. Es steht aber fest, dafs sie allein nicht aus
gereicht hätten, ihn zu überwinden, wenn er nicht auch seiner
materiellen Stützen beraubt worden wäre. —