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Sklaverei und des Sklavenhandels hingestellt. „Die allgemeine
Menschlichkeit wird verhöhnt, damit sich der Sklavenhändler
mit Pasteten mäste und die Tochter seines Schiffers in Seide
und Musselin dahinflattere!“ (Isert, S. 359).
Durch diese geschickte Interessenverwirrung hatten die
Schutzzöllner erreicht, was sie wollten. Jenen barbarischen
Sklavenhaltern gönnte niemand mehr in England billige
Rücksichtnahme auf ihre berechtigte Freischiffahrtspolitik.
Dem schutzzöllnerischen Gedanken wurde damit in Westindien
zum Siege verholfen.
Die Bewegung gegen die Sklaverei und den Negerhandel
ist somit von den schutzzöllnerischen Handelskreisen eine
Zeit lang stark begünstigt und als Mittel für selbstsüchtige
Zwecke gemifsbraucht worden. Wesentlich durch diese merkwürdige
Interessengemeinschaft erscheint es erklärlich, dafs
der Kampf gegen den Sklavenhandel seit 1783 so reifsende
Fortschritte machen konnte.
Belege für die soeben entwickelte Darstellung dürften in
der Literatur nicht leicht zu finden sein. Schwache Andeutungen
darauf enthalten folgende Stellen aus Bridges
(II, S. 195—197). Wilberforce und sein selbstloser, aufopferungsvoller
Kampf gegen den Sklavenhandel, den er —
natürlich unbewufst — im Dienste der Schutzhandelspartei
führte, wären demnach „ein Beispiel dafür, wie ein weiser
Mann sich selbst, wie ein guter Mann andere täuschen kann“ !
— „Es ist vielleicht nicht hochherzig, aber wahr, wenn man
das, was auf den ersten Blick dem Geist der Freiheit entsprungen
zu sein scheint, parteiischen Stimmungen und
politischen Absichten zuschreibt.“
Bezüglich der moralischen Entrüstung gewisser den
Menschenhandel bekämpfenden Parteien sollte man nach
Bridges vorsichtig sein und „rather to ascribe to unworthy
motives the interference of those who embraced the opportunity
to impose upon the popular credulity, and raise their
own fortunes by preaching the crusade which commenced
against the sugar colonies.“ — Vielleicht rührten auch von
den am Kampf beteiligten Rhedern die Geldmittel her, durch
welche die kostspielige Agitation gegen den Sklavenhandel
bestritten wurde? —
Dritter Teil.
Die Einsicht in die Schädlichkeit der Sklavenlieferungen
an die nichtbritischen Kolonien.
Der Abfall Nordamerikas hat vor allem dem in die ausländischen
Kolonien geführten Sklavenhandel eine gänzlich