Full text : Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

XXV  1.

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involve  themselves  so  deeply  in  debts  ....  that  they  are
unable  to  make  good  their  engagements,  are  plunged  in  law
suits  and  anxiety;  while  for  want  of  ...  .  promoting  its  increase ­
  by  natural  means,  they  intail  themselves  a  necessity  of
drawing  ....  unseasoned  Africans,  the  expence  of  which  form
only  a  new  addition  to  their  debts  and  difficulties.“  Auch
die  übrigen  Abolitionisten  hielten  das  Verbot  der  Sklavenimporte ­
  für  das  einzige  Mittel,  die  westindische  Krisis  zu
heilen.  Durfte  kein  Neger  mehr  eingeführt  werden,  so  mufste
sich  ihr  Wert  und  der  Preis  ihrer  Arbeit,  also  auch  der  des
Zuckers  wieder  heben.  Die  Herren  wären  vor  leichtsinniger
Verschuldung  bewahrt,  der  Überproduktion  und  der  Mifshandlung
  der  Sklaven  wäre  ein  Riegel  vorgeschoben  und  damit
der  gesamte  wirtschaftliche  und  soziale  Zustand  der  britischen
Inseln  auf  eine  gesündere  Unterlage  gestellt  worden.
Die  Anhänger  des  Sklavenhandels  suchten  zwar  den  Sachverhalt ­
  umzukehren  und  aus  der  Krisis  die  Notwendigkeit
einer  Erleichterung  der  Negerzufuhren  zu  folgern,  indem  sie
glauben  machen  wollten,  dafs  dann  der  Pflanzer  mit  den
billigeren  Arbeitskräften  besser  wirtschaften  könnte.  Wie  verfehlt ­
  solche  Annahme  war,  beweisen  die  vielen  Prozesse  und
Zwangsversteigerungen,  die  zumeist  durch  leichtsinnige  Sklavenankäufe ­
  verursacht  waren.  Vor  den  vier  Gerichtshöfen,  die
jährlich  auf  Jamaika  abgehalten  wurden,  wurde  über  mehr
als  12  000  Prozesse,  hauptsächlich  über  Schuldklagen  (bonds),
verhandelt,  „and  of  these  bonds  about  nine-tenths  are  such  as
have  been  given  to  the  factors  for  new  slaves  !“  (Clarkson,
S.  99  ff.)  Innerhalb  dreier  Jahre  wären  durch  die  Hände
eines  Sheriffs  Klagen  um  einen  Wert  von  insgesamt  mehr  als
500  000  gegangen.  „This  prodigious  sum  had  been  procured
by  the  sale  of  goods,  taken  chiefly  on  execution  on  such
bonds  as  have  given  for  the  same  purpose  as  the  former.“
Die  Einstellung  der  Importe  wäre  auch  für  die  Erzielung
einer  menschlicheren  Behandlung  und  einer  Abnahme  der
Sterbeziffer  das  einzig  durchgreifende  Mittel  gewesen.  Blofse
Schutzgesetze  konnten  keine  gründlichere  Besserung  herbeiführen. ­
  „Wie  kann  man,“  schrieb  Clarkson  (Impol.  II,  S.  97),
„von  einer  Herde  Schafe  eine  Vermehrung  erwarten,  wenn
der  Wolf  der  Hirte  ist?“  —  „To  buy“  war  ja  billiger  als  „to
breed“  !  „Hatte  ein  Sklave  eine  Reihe  von  Jahren  (4—7)  ausgehalten, ­
  so  galt  sein  Tod  nichts“  (Blake,  S.  157).  Solange
das  „Aufarbeitungssystem“  ausgeübt  werden  konnte,  d.  h.  solange ­
  man  die  Neger  wenige  Jahre  lang  mit  Arbeit  bis  zur
Erschöpfung  überbürden  und  sie  dann  durch  neugekaufte  ersetzen ­
  konnte,  war  auf  eine  natürliche  Vermehrung  schwerlich ­
  zu  rechnen.  „The  cruel  treatment  of  the  negroes
arises  evidently  from  the  ease,  with  which  the  stock  can  be
kept  up  by  purchase.  Every  consideration  of  sound  policy,
            
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