Full text : Das Lebenswerk von Karl Marx

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halb,  weil  wir  diesen  nach  verschiedenen  Gesichtspunkten  auswählen
(auf  welches  Moment  ich  aber  nicht  ein  so  entscheidendes  Gewicht
legen  möchte,  wie  es  von  anderer  Seite  jetzt  geschieht),  sei  es  weil
er  seiner  Natur  nach  uns  eine  verschiedene  Betrachtungsweise  aufnötigt. ­
  Wir  können  (oder  wollen)  die  „Natllr"  nur  als  die  ewig
gleiche  betrachten.  In  der  von  Anbeginn  bis  zu  ihrem  Untergang
dieselben  Kräfte  wirken,  die  sich  „nach  ewigen  ehernen  Gesetzen"
entfalten,  so  mannigfaltig  auch  die  Gestalt  sein  mag,  in  der  sich  uns
das  Natnrgeschehen  darstellt.  Gewiß  ist  der  „Regen"  nichts  ewiges.
Er  ist  genau  so  ein  historisches  Phänomen  wie  die  Preisbildung.
Aber  wir  betrachten  ihn  in  seiner  (wenn  ich  so  sagen  darf)  Ewigkeitsgestalt: ­
  als  Ausdruck  der  immer  gleichbleibenden  Kräfte,  als  eine
bestimmte  Äußerung  eines  und  desselben  chemisch-physikalischen  Prozesses, ­
  der  die  Welt  erfüllt.
Daß  nun  diesen  selben  Prozessen  auch  das  Menschendasein,  auch
des  Menschen  Seele  unterworfen  ist,  wollen  wir  nicht  bezweifeln  (da
mir  persönlich  jede  antimonistische  „Tendenz"  ferne  liegt).  Aber
wir  können  (oder  wollen)  Menschentun  nicht  betrachten  als  Ausfluß
jener  Naturkräfte,  weil  wir  aus  diesen  die  eigentlich  wirksame  Kraft
in  allem  Menschentun  nicht  zu  erklären,  nicht  aufzubauen  vermögen:
die  menschliche  Persönlichkeit,  die  menschliche  Seele.  Sobald  wir
aber  diese  nicht  aus-  oder  richtiger  einschalten  können  in  den  Kausalnexus ­
  menschlicher  Geschichte,  so  erscheint  uns  diese  als  das  Werk
des  lebendigen  Menschen  und  somit  als  das  notwendig  in  seiner
Gestalt  wechselnde  Werk,  weil  von  den  ewig  neu-  und  andersgestalteten ­
  menschlichen  Persönlichkeiten  beeinflußt.  Der  Ausbruch  des
Vesuvs  im  Jahre  79  ist  ebenso  ein  einziges  historisches  Phänomen
wie  die  Zerstörung  des  Tempels  im  Jahre  70.  Jenen  aber  betrachten ­
  wir  als  das  Werk  ewig  gleich  wirkender  Naturkrüfte,  diese  als
            
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