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gabe von 6 % des Umsatzes. Nach angestellten Ermittelungen
beträgt der Umsatz der jetzt bestehenden Apotheken im Jahre
ca. 150 Mill. M. Nimmt man nun an, dass die Zahl der Apotheken
nach Einführung der Gewerbefreiheit sehr bald auf 8000
und mehr steigen würden, und dass diese 8000 Apotheken einen
Umsatz von ungefähr 200 Mill. M. hätten, so würden die 6 °/ 0
Abgaben 12 Mill. M. jährlich ergeben, während für die zu verzinsenden
300 Mill. M. Rentenbriefe nur 107a Mill. M. gebraucht
werden; die Testierenden D/a Mill. M. könnte man zur Amortisation
verwenden. Stiege der Umsatz allmählich immer mehr
und mehr, so würde es möglich werden, die jährliche Abgabe
von 6 auf 5 eventuell 4 °/o des Umsatzes zu ermässigen.
Dass sich die Apotheken bei diesem Modus viel besser
stehen würden, als bei dem Konzessionssystem mit den zu verzinsenden
ungeheuren Idealwerten ersieht man aus folgendem
Beispiel: Die Elefanten-Apotheke zu Danzig wurde im Jahre 1900
für 243000 M. verkauft; hierbei wurden gerechnet auf Grundstück
65000 M., Mobilien- und Warenlager 58000 M., Konzessionswert
120000 M. Die Apotheke erzielte einen jährlichen
Umsatz von ca. M. 30000; der Besitzer würde nun nach Ablösung
6 °/o vom Umsatz = M. 1800 abzugeben haben, während
er für die 120000 M. Konzessionswert 4800 M. bis 6000 M.
Zinsen zu zahlen hatte; er würde sich also mindestens um
3000 M. besser stehen.
Nimmt man eine Reform des deutschen Apothekenwesens
im Sinne der Niederlassungsfreiheit, wie von uns beschrieben,
vor, so darf man hoffen, dass, wenn dazu noch die Politik des
extremen Zollschutzes aufgegeben werden sollte, erspriesslichere
Zeiten sowohl für den deutschen Drogenhandel wie auch für
die Apotheken hereinbrechen werden. Hierzu ist aber auch
erforderlich, dass die deutschen Apotheker und Drogisten nicht
mit verschränkten Armen alles vom Staate erwarten, sondern
tatkräftig, dem Beispiele anderer Erwerbsstände folgend, selbst
ihre Interessen vertreten und an den massgebenden Stellen zur
Geltung zu bringen suchen.