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Da der Wert von k, „um“ den die Momente M, und M, be-
rechnet gedacht sind, nicht in diese Formel eingeht, so folgt daraus,
daß, wenn die Streuung für die zufällig variierende Größe x gleich u
ist, dann auch die Streuung für x + c (wo c eine willkürliche Kon-
stante ist) gleich % sein wird. Dies geht auch unmittelbar aus dem
oben, $ 124, Entwickelten hervor, woraus ebenfalls folgt, daß die
Größe (c-x), wenn x die Potenzsummen s, und s, hat, die Potenz-
zummen cs, und c?s, und daher eine Streuung, welche c Male so
groß wie die Streuung für x ist, haben wird, da
Vc?s — (c8,)? = Ys — 8% = Ge.
Dagegen kann man nicht unmittelbar M,, M,, sı und s
lurch m, und m, finden, denn m, ist in allen Fällen = 0. Kennt
man indes außer m, zugleich die Erwartung E (x) für x, d.h.
3, dann erhält man aus den hier entwickelten Formeln
Ss = m + 8;? \
s—k Rn (LID.
Mo = m, + (sı — k)? |
Die letzte Formel zeigt, wie sich M, (dessen Wert von der Größe
von k abhängt) mit k verändert. Es geht aus der Formel hervor,
laß M, beliebig groß werden kann, wenn nur k ausreichend ver-
schieden von s, gewählt wird; dagegen kann Mz; nie kleiner
als m, werden. Wenn k = s,, ist M; = m,; aber wenn k zz S,,
ist M, stets > m,. .
Entsprechende Relationen existieren natürlich für Momente dritter
und höherer Ordnung und können selbstverständlich analog den gegen-
wärtigen Methoden durch Berechnung der Erwartung E (b*), wo b=
X— k, festgestellt werden. Hier sind nur die Relationen für Mo-
mente erster und zweiter Ordnung entwickelt, da es vorläufig die
sind, deren wir im folgenden bedürfen.
Als Beispiel für die Anwendung der Formel sei folgendes an-
zeführt:
Ein Beutel enthält 10 Täfelchen; auf dem einen steht 986, auf
zweien 987, auf dreien 988 und auf dem Rest 989, im übrigen sind
sie sonst gleich. Wenn x die bei einer Ziehung erhaltene Zahl be-
deutet, kann x einen der Werte
986; 987; 988; 989 annehmen,
und nimmt man im Hinblick auf den Inhalt des Beutels an, daß die
Wahrscheinlichkeiten, jede dieser Zahlen zu ziehen, jeweils zu
Westergaard und Nybo@lle, Theorie der Statistik, 2. Autl. 13