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auch das Zirkulationsmittelbedürfnis des Grossverkehrs befriedigt
werden konnte, worauf die dadurch entbehrlich gewordenen
Dukaten aus dem Umlaufe verschwanden. Dieser
Prozess des Goldabflusses vollzog sich auch mit einer solchen
Raschheit und Genauigkeit, dass man Leute, die die Erinnerung
an den Goldumlauf bewahrt haben, nicht selten sich
darüber wundern hört, dass die Dukaten wie mit einem
Schlage aus dem Verkehr verschwinden konnten. Aber nicht
nur der Goldumlauf, auch die Goldvorräte, die sich in den
einzelnen Privatwirtschaften gebildet hatten, wurden durch die
Notenausgabe ganz oder teilweise zum Abfliessen gebracht.
Es mag erwähnt werden, dass einer Volkssitte zufolge serbische
Jungfrauen Dukatenstücke, die zu diesem Zwecke durchlöchert
und auf einen Enden angebracht werden, als Schmuck
auf der Brust zu tragen pflegten und auf diese Weise zugleich
den Reichtum des Hauses, aus dem sie stammten, zur
Schau trugen. 1 ) Aus solchen zum Schmuck benutzten Goldstücken
waren nun im Volke namhafte Vorräte angesammelt,
welche sich inzwischen zweifelsohne vermindert haben müssen,
sowie auch allgemein behauptet wird, dass der Dukatenschmuck
bei Volksfesten heutzutage seltener geworden, also im Abnehmen
begriffen ist. Dies wird dadurch zu erklären sein,
dass manches durchlöcherte Dukatenstück in Zeiten der Not
auf den Markt gebracht wurde und von hier ins Ausland
wanderte, während das Volk nachher infolge des verschwundenen
Goldes kaum noch einmal Gelegenheit hatte, in den
Besitz von Goldstücken zu gelangen, um dieselben dann zum
Zwecke der Ergänzung oder Neubildung von Goldvorräten
zurückhalten zu können.
Was nun das Agio anhelangt, so hat dasselbe unter den
veränderten Valutaverhältnissen des Landes ein anderes Wesen
angenommen und wird infolgedessen auch auf eine andere
Weise zu erklären sein als dasjenige, welches sich vor der
b Darauf wird es jedenfalls auch zurückzuführen sein, dass heute
noch in Serbien allgemein, auch in intelligenten Kreisen, wenn von einer
Mitgift die Rede ist, dieselbe niemals in der Landesvaluta, also in
Dinaren, sondern stets und immer in Dukaten ihren Ausdruck findet.