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verschuldet hat. Würden die Noten auf Gold gelautet haben,
so wären die Goldmünzen allerdings wieder verschwunden, indem
sie in die Keller der Bank, nicht aber nach dem Auslande
gewandert wären. Die serbischen Banknoten waren aber
in Silber einlösbar — das Gold, welches erst in zweiter Linie
als Deckung diente, konnte gar nicht in Betracht kommen —,
und als sie in Umlauf gesetzt wurden, verdrängten sie die
Goldmünzen aus dem Lande, und der auf diese Weise entstandene
Goldmangel hatte dann das Auftreten des Agios
zur. Folge. Der Notenumlauf, auch wenn das Zirkulationsmittelbedürfnis
des Verkehrs durch denselben nicht überschritten
wird, übt also entschieden Einfluss auf die Gestaltung
des Agios. Wenn nämlich die zirkulierende Notenmenge die
Höhe des gesamten Geldbedarfes des Landes noch nicht erreicht
hat, die Goldmünzen also nicht ganz von Noten ersetzt
erscheinen und infolgedessen zum Teil im Umlauf noch vorhanden
sind, kann auch der Goldmangel noch nicht in seiner
vollen Höhe auftreten und wird das Agio, wenn es überhaupt
zum Erscheinen gebracht wird, jedenfalls einen massigen
Stand aufweisen; in dem Masse aber, in welchem sich der
Notenumlauf der Grenze nähert, welche den Gesamtbedarf
des Landes an Zirkulationsmitteln bezeichnet und dieselbe
bereits zu erreichen im Begriff steht, wird der ohnehin nur
mehr unbedeutende Goldumlauf noch weiter eingeengt, indem
die Goldmünzen zum Auswandern genötigt und durch Noten
ersetzt werden. Der Goldbedarf der Importeure wird infolgedessen
immer schwerer befriedigt werden können und die
Prämie auf Gold, das Agio, daher in die Höhe getrieben. —
Das serbische Agio gestaltete sich nun im Verhältnisse zum
Notenumläufe, beide in 10-tägigen Durchschnitten verzeichnet,
während der Jahre 1887—1902 folgendermassen:
1890
1889
1888
1887
Notenumlauf Agio [Notenumlauf Agio Notenumlauf Agio Notenumlauf Agio
Jan. 10. 5500000 0,45') 10000000 0,65 14000000 0,80 17000000 0,80
0,50
0,70
13500000
0,85
16 500000 0,75
„ 0,85
*) Die Dinaren in Paras für ein 20-Dinarstück zu verstehen.
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