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punkt des mittelalterlichen serbischen Staatswesens im Innern
der Balkanhalbinsel, in Rascien, gelegen war und die Expansivkraft
der Serben sich teils nach der adriatischen Küste hin
betätigte, teils nach dem Süden der Halbinsel, in welcher
.Richtung auch Zar Duschan erobernd vorgeschritten war.
Als nach der Schlacht am Amselfelde die serbischen Despoten
verpflichtet waren, an den Kriegen der Osmanen teilzunehmen
und diese ihre Herrschaft gegen Norden zu erweitern suchten,
wurde es notwendig, den Schwerpunkt Serbiens nach der
Donau hin zu verlegen, wo er die Türkenherrschaft hindurch
bis auf die Gegenwart verblieben ist. Dadurch erscheint
Serbien wirtschaftlich und kulturell dem Westen und dessen
Einfluss näher gerückt. Diese grosse historische Tatsache der
Verschiebung des staatlichen Schwerpunktes, welche zugleich
das mit der türkischen Invasion über Serbien hereingebrochene
nationale Unglück und dessen schwere Folgen gewaltig zum
Ausdruck bringt, wird bei jeder geschichtlichen Betrachtung
serbischer Verhältnisse zu berücksichtigen sein. Vom Meere
völlig getrennt, nimmt der serbische Handel von nun an seinen
Weg über das feste Land in die österreichische Nachbarmonarchie,
oder über dieselbe nach anderen west-europäischen
Staaten. —- Der serbische Ausfuhrhandel der neuen Zeit nimmt
einen Charakter an, welchen auch derjenige des mittelalterlichen
Serbiens gehabt hat, indem wieder ausschliesslich landwirtschaftliche
Erzeugnisse zum Export gelangen: Vieh, Kornfrüchte,
Pflaumen, Wolle und Häute, welche grösstenteils über
die Donau und Save hinüber befördert werden. Den Gegenwert
für die gelieferten Waren bekamen die serbischen Exporteure
in Münzen des betreffenden Staates und auf diese
Weise gelangte eine grosse Anzahl der verschiedensten europäischen
Landesmünzen in die Gebiete der Serben. Neben
diesem Umstande war es auch die geographische Lage Serbiens,
welche das Eindringen fremder Münzen begünstigte, denn
zwischen Osten und Westen gelegen, bewegte sich der gesamte
Verkehr der Kulturstaaten mit dem europäischen Orient
über die serbischen Länder, in denen sich überhaupt der
Einfluss Westeuropas zuerst geltend machen musste.