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Münze ron der Nationalkasse möglichst fern zu halten. „Sollte
es jemandem in den neuerworbenen Bezirken“ heisst es da r
„schwer fallen, kaiserliche Münzen zur Zahlung der Steuern
aufzufinden, so kann von einem solchen auch türkisches Geld
in Empfang genommen werden, jedoch nur zum Steuerkurse,
da zwei türkische Piaster als ein Steuerpiaster gerechnet
werden.“ 1 ) Insofern also die Steuern in diesen Bezirken infolge
allgemeineren Gebrauches türkischer Münzen mit Piastern gezahlt
werden mussten, wirkte die obige Verordnung als Steuererhöhung,
der eigentliche Zweck der Reform aber war, den
Gebrauch der schlecht geprägten türkischen Geldstücke möglichst
unvorteilhaft zu gestalten und dieselben dadurch aus dem
Umlaufe zu verdrängen. Wie sehr man in Serbien bestrebt
war, sich der türkischen Münzen zu entledigen, geht auch aus
einer Verordnung des Bürsten Milosch hervor, welche schon
am 3. Juni des nächsten Jahres (1834) folgte, laut welcher
türkische Silberstücke von der Steuerverwaltvmg überhaupt
nicht mehr angenommen, Goldmünzen aber_nur derart, dass
2 Piaster ihres nominellen Wertes als ein Steuerpiaster gerechnet
werden sollten. 2 )
Diese Verfolgung türkischer Münzen von seiten der
serbischen Regierung konnte auch auf ihren Wert im privaten
Verkehr nicht ohne Einfluss bleiben. Der Handel und Verkehr
waren in Serbien zu dieser Zeit noch nicht in dem
Masse entwickelt, dass der Wert des Geldes ausschliesslich
oder in der Hauptsache ron Faktoren wirtschaftlichen Charakters
gebildet wurde; das Geld diente noch zu einem verhältnismässig
grossem Teile der Zuführung der Steuern an
die Kassen des Staates, so dass die Preise, zu welchen die
Münzen vom Staate angenommen wurden, auf den Geldwert
*) Patrovi6, Financije i ustanove. S. 431—432. Es ist nicht sicher,
ob der Steuerpiaster erst mit dieser Verordnung ins Leben gerufen wurde
oder vielleicht schon früher und jetzt in Bezug auf die neuerworbenen Bezirke
nur wiederholt wird.
! ) Daselbst S. 147.