*) Parlamentsberichte vom Jahre 1890.
in den Stand setzen sollte, die Einlösung bewerkstelligen zu
können, a ) Das Kupfergeld, welches in Serbien zirkulierte, schätzte
man bekanntlich auf 1800000 Dinare, daneben zirkulierten
aber noch Nickelmünzen im Betrage von 1200000 Dinare,
welche auf Grund des Gesetzes vom 1, Januar 1883, sowie
von 2 Millionen Dinaren, welche auf Grund des Gesetzes
vom 15. Juni 1884 geprägt und dem Verkehr übergeben
worden sind. Diesem Kleingelde gegenüber, an welchem also
in Serbien insgesamt 5 Millionen Dinare vorhanden waren,
gab es im Umlaufe nur noch 10 Millionen Dinare Goldmünzen
und 9(500000 Dinare Silbermünzen. Dieser unverhältnismässig
grosse Vorrat an Kleingeld war von manchen für den Verkehr
unbequemen Eolgen begleitet, so namentlich auch vom
Aufgelde, welches sich infolgedessen gegenüber der Silbermünze
gebildet hat, Der kleine Mann befriedigte seinen Geldbedarf
fast ausschliesslich durch die in grosser Menge vorhandenen
Scheidemünzen, während er zum Zwecke der Zahlung
der Steuern, welche in Silber entrichtet wurden, gezwungen
war, Silbergeld zu kaufen und dabei ein Agio von 20, 30 bis
50 Para für eine Banknote von 10 Silberdinaren hinzugeben.
Diese Missverhältnisse sind es auch gewesen, dass man sich
der im Überflüsse vorhandenen kleinen Münze um jeden Preis
zu entledigen bemüht war und daher einen Teil derselben,
nämlich das gesamte Kupfergeld aus dem Verkehr schaffte.
Durch Gesetz vom 11. Juli 1897 wurde die Regierung
ermächtigt, nebst den 10 Millionen Dinaren Goldmünzen,
welche dem Gesetze vom 10 Dezember 1878 zufolge geprägt
worden sind, noch 10 Millionen schlagen zu lassen und zwar:
250000 Stücke zu 20 Dinaren = 5000000 Dinaren
500000 ,. ,. 10 „ = 5000000
Diese Prägung, welche nur beabsichtigt, aber in Wirklichkeit
nicht durchgeführt wurde, motivierte man damit, dass die Goldstücke
aus dem Jahre 1878 fast vollständig aus dem. Verkehre verschwunden
sind. Dieselben waren nämlich mit einem den
gesetzlichen übersteigenden Feingehalt ausgeprägt worden,