Full text : Wie kann die heimische Cognacindustrie und der deutsche Weinbau gefördert werden?

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einen  wenig  angenehmen  Geruch  und  Geschmack,  letzteren
oft  von  dem  Metall  des  Destillierapparats  noch  beeinflußt.
Für  die  Entwicklung  desselben  ist  neben  der  Anwesenheit
der  gebildeten  Oxydationsprodukte  und  des  Zutritts  von
Sauerstoff  aus  der  Luft,  das  zum  Lagern  verwendete  Faßholz
  von  großem  Einfluß.
Ein-  Weindestillat  in  einem  luftdicht  verschlossenen
Glasgefäß  aufbewahrt,  bleibt  jahrelang  unverändert.  Bewahrt
man  dagegen  das  Weindestillat  in  einem  Glasgefäß  auf,
welches  der  Luft  Zutritt  gestattet,  so  wird  zwar  das  Weindestillat ­
  milder  im  Geschmack,  bleibt  aber  verhältnismäßig
wenig  aromatisch  und  behält  seine  wasserhelle  Farbe.
Bei  der  Lagerung  desselben  in  Holzfässern,  besonders
solchen  aus  der  Steineiche  des  Bezirks  von  Limoges,  tritt
das  dem  Cognac  eigene  Bouquet  und  der  milde,  feine  Geschmack ­
  schon  nach  wenigen  Jahren  hervor.  Auch  erhält
das  Weindestillat  darin  eine  goldgelbe  Färbung.
Der  Grund  hierfür  liegt  darin,  daß  das  Weindestillat
aus  dem  Eichenholz  des  Fasses  Stoffe  extrahiert,  die  für
Cognac  typisch  sind,  und  daß  durch  die  Poren  des  Holzes
der  Sauerstoff  der  Luft  seine  oxydierende  Wirkung  sowohl
auf  die  Oxydationsprodukte  des  Weines,  wie  auf  die  aus
dem  Holz  entnommenen  Stoffe  ausübt.  Lagert  man  ein
Weindestillat  in  sehr  großen  Fässern,  so  tritt  die  Entwicklung ­
  langsamer  ein  wie  in  kleineren,  da  das  große  Faß
der  Luft  eine,  verhältnismäßig  zu  seinem  Inhalt,  kleinere
Angriffsfläche  darbietet,  ebenso  kommt  aber  auch  das
Weindestillat  mit  einer  verhältnismäßig  kleineren  Holzfläche
in  Berührung.
Ein  Alkohol,  der  nicht  die  vorbeschriebenen  Oxydationsprodukte ­
  enthält,  ist  auch  nicht  imstande,  in  dem
Eichenholz  die  Stoffe  in  Lösung  zu  bringen,  deren  An-
            
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