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150 Mk. Die Bergisch-Märkische Bank und der Chemnitzer
Bankverein mit 100 Mk., die Oldenburger Spar- und Leihbank
gewöhnlich mit 75 Mk., die bayrische Hypotheken- und
Wechselbank mit 50 Mk., die Erfurter Bank sogar mit einer
ersten Einlage von nur 5 Mk. Diese Sätze, sowie Bestimmungen
über Rückzahlung und Nutzen, den die Depositen
dem Deponenten bringen sollen, sind meist in gedruckten
Depositenbedingungen festgelegt. Ich lasse zum besseren Verständnisse
die Bedingungen der Bergisch-Märkischen Bank über
Depositenverkehr folgen*):
Depositenbedingnngen der Bergisch-Märkischen Bank
Einlagen von mindestens 100 Mk. werden werktäglich während
der Kassenstunden angenommen und vom folgenden Werktage an verzinst.
Die Rückzahlung erfolgt nach Belieben mit täglicher, einmonatlicher,
zweimonatlicher, dreimonatlicher oder sechsmonatlicher Kündigung.
Bei Einlagen im Betrage von 30000 Mk. und darüber ist besondere
Vereinbarung Vorbehalten. Die Verzinsung geschieht:
für Einlagen
bei 5°/o Bankdiskont
a) mit täglicher Kündigung
mit 2 °/o
b) „ lmonatlicher „
. 27*,
c ) ji 2 „ „
, 3 ,
d) ■„ 3
» 372 „
e) » 6 „ „
, 4 ,
Diese Zinssätze erhöhen sich um je '/2°/o bei jeder Erhöhung des
Bankdiskonts um l°/o und ermässigen sich bei jeder Ermässigung des
Bankdiskonts um 1 °/o, und zwar treten die veränderten Zinssätze für
Rückzahlung des Kapitals oder eines Teiles desselben ist die Reichsbank
zur Legitimationsprüfung berechtigt, aber nicht verpflichtet. — Der
Verlust oder das Abhandenkommen des Quittungsbuches ist der Reichsbank
sogleich schriftlich anzuzeigen. Weitere Zahlungen erfolgen alsdann
nur gegen den Nachweis rechtskräftiger Kraftloserklärung. Vgl. Allgemeine
Bestimmungen über den Geschäftsverkehr mit der Reichsbank.
40. Ausg. Febr. 1902. S. 77/78. Von der Befugnis, verzinsliche Gelder
im Depositengeschäft bis zur Höhe des Grundkapitals und des Reservefonds
anzunehmen, macht die Reichsbank seit 31. Mai 1879 keinen Gebrauch
mehr. Vgl. Die Reichsbank 1876—1900, S. 309 Tabelle 27 Anmerk. 3
und Adolf Weber, Depositenbanken und Spekulationsbanken. Leipzig
1902. S. 265 ff.
1 ) Abgedruckt bei Adolf Weber a. a. O. S. 78ff.