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dieser weit hinter dem des Kontinents zurück, was wohl zum
Teil daher rührt, dass diese Länder nicht in dem Masse wie
Deutschland, Oesterreich und Frankreich über eine starke
Zentralbank mit ausgebreitetem Netze von Filialen verfügen.
Die Folge davon ist, dass dafür der Clearingverkehr in diesen
Ländern einen grösseren Umfang hat, als in den Ländern mit
bedeutendem Giroverkehr, was folgende Tabelle, welche dem
bereits mehrfach erwähnten Aufsatze von Dunker 1 ) entnommen
ist, veranschaulichen soll.
V ergl eichen de Zusam menstell ungderClearingHouse-Umsätze
Beträge in Mill. Mk.
London
New York
Deutschland
Paris
Italien
Wien
1900
183 056
221 064
29 473
8883
—
1780
1899
186 940
240 947
30 238
8384
—
1374
1898
165 428
167 384
27 975
7500
—
1160
1897
153 056
131 619
24199
3461
5900
764
1896
154 639
123 274
22 905
2975
7011
659
Durch den Clearingverkehr, bei welchem eine Kreditgewährung
nicht stattfindet, wird bewirkt, dass die mit den
vielen Banken notwendig werdende Dezentralisation des Bankwesens
wieder beseitigt wird. Er bildet so den Schlussstein
eines hoch entwickelten Bankwesens und vermindert in ausserordentlichem
Masse den Bedarf an Umlaufsmitteln * 2 ). Jedoch
zur laufenden Rechnung gehört der Clearingverkehr eigentlich
nicht, da hier die Rechnung nicht einen bestimmten Zeitraum
fortläuft. Die Aehnlichkeit mit dem Kontokorrent ist rein
formell und liegt in der Saldierung (daher auch der Name
Saldierhäuser). Zunächst kompensiert eine Bank ihre Forderungen
mit den Gegenforderungen aller Clearingbanken; sodann
wird ermittelt, wie viel jede Bank im ganzen zu zahlen,
resp. zu empfangen hat. Diese Saldi werden ebenfalls in gemeinsamer
Abrechnung beglichen, indem ein fingiertes Subjekt,
') A. a. 0. S. 381.
2 ) „By this means transactions to the amount of several millions
daily are settled without the intervention of a single banknote“. Macleod,
The Theory and Practice of Banking. London 1856. Vol. II. p. 433.