75
Schnittes beiträgt. Zuvörderst jedoch müssen einige technische
Ausdrücke, deren ich mich im folgenden zu bedienen habe,
erklärt werden. In Betracht kommen besonders die Bezeichnungen
„Zinszahlen“, auch „Nummern“ oder „Nombres“
genannt, und „Zinsdivisor“. Sie dienen zur Erleichterung der
Rechnungsoperationen, was aus nachstehendem Beispiel unschwer
hervorgehen dürfte.
Wenn wir den Zins ermitteln wollen, den ein Kapital K
^ tragen soll,
für eine Anzahl Tage T zu einem Zinsfusse
P
so bedienen wir uns der Formel K X
X
100
T
(das Jahr
100 ’ ' 360
wird in Deutschland und Frankreich zu 360 Tagen, jeder
Monat in Deutschland zu 30 Tagen, in Frankreich zu den
Kalendertagen gerechnet. In Amerika, England und Holland
jedoch wird das Jahr zu 365 Tagen, jeder Monat zu den
Kalendertagen gezählt). Die jedesmalige Anwendung der
ganzen Formel würde etwas umständlich sein. Dem sucht
man durch Anwendung der Zinszahlen zu entgehen. Sie werden
gefunden durch Multiplikation des Kapitals mit der Anzahl
K X T
der Tage und der Division durch Hundert: —^Der
Yorteil, welchen dieser Berechnungsmodus gewährt, besteht
P
darin, dass die Multiplikation mit dem Bruche —- nicht bei
ouü
jedem Posten, sondern bloss einmal bei gleichem und bei
wechselndem Zinsfusse nur ganz selten ausgeführt zu werden
braucht. Eine weitere Vereinfachung kann durch Anwendung
des Zinsdivisors erzielt werden. Der Zinsdivisor des Bruches
P
■ ggQ wird durch Vereinfachung des Zählers und Nenners
liehe Seite der üblichen Rechnungsmethoden im Kontokorrentverhältnis“,
in Goldschmidts Zeitschrift 18B4, Bd. 7. S. 88 ff.; G re b e r a. a. O. S. 144 ff.;
Ke mm er a. a. 0. S. 122 ff.; Mohr a. a. O. S. 8 ff. Von ausländischer
Literatur führe ich an: Eugene Ldautey im Dict. du Commerce von
Yves Guyot und A. Raffalovich, Art. Compte-courant et d’Int6r6t,
Bd. I. S. 955 ff.; Courcelle-Seneuil, Les operations de Banque,
Paris 1896, S. 616 ff.