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sind voll Würmer.') Die Arbeitgeber kaufen entweder angefaultes Fleisch
oder sie verbrauchen die kranken, notgeschlachteten Schafe oder Schweine
als Nahrungsmittel für die Arbeiter. Das Brot, das von den Arbeitern
«Mist» genannt wird, ist «schwärzer als Erde» und vertrocknet. Es wird
aus Kleien oder aus Mehl von Getreiderückständen gefertigt, die beim
Schwängen des Getreides von der Putzmaschine ausgeschüttet werden.
Küchenschaben und andere Insekten bilden keine seltene Zugabe! Kar
toffeln werden mit den Schalen gekocht. Alles wird sehr unrein in alten
Gefässen und Kochtöpfen zubereitet, die mehrere Wochen nicht geputzt
werden.» 2 ) Am scheusslichsten ist das Wasser, das die Arbeiter trinken
müssen. Da, wo Wasserquellen sind, wird das Wasser aus diesen
Quellen in unreinen Töpfen den Arbeitern auf das Feld gebracht. In den
südlichen Steppen sind aber die Wasserquellen sehr selten. Da errichten
die Arbeitgeber einen künstlichen Wasserbehälter, indem sie ein mittel
grosses Bassin im Boden ausgraben. Das Bassin wird mit Ziegel und
Zement gepflastert. Man bringt das Wasser aus entfernteren Wasser
quellen herbei und giesst es in ein solches Bassin hinein. Das Wasser
dient einige Wochen, «ln den heissen Tagen» — schreibt der Arzt —
«stinkt das Wasser so stark, dass es unmöglich ist, es zu trinken, oder
auch nur als Waschwasser zu gebrauchen.»
Dank solchen Nahrungszuständen finden sich auch unter den ein
heimischen, besonders unter den ständigen Arbeitern viele Kranke. So
berichtet man aus dem Gouv. Ekaterinoslaw, dass im Kreise Alexandrowsk
die Zahl der an Skorbut leidenden Arbeiter die Zahl der überhaupt an
dieser Krankheit Leidenden in den drei benachbarten Gouvernements
übertrifft. Zur Zeit der Arbeit werden manchmal mehr Arbeiter krank,
als beim Wandern. Es kommt zwischen Arbeitern und Arbeitgebern sehr
häufig zum Streit der schlechten Nahrungsmittel wegen.
§ VII. Wohnungsverhältnisse.
1. Wohnungsverhältnisse der Wanderarbeiter.
Es ist etwas schwer, von den Wohnungen der Wanderarbeiter
zu sprechen, da sie auf der Wanderung fast gar keine Wohnungen
haben.
Vor der Auswanderung aus ihren Heimatdörfern müssen die Bauern,
besonders in den zentralrussischen Gouvernements, — um die Geldmittel
q «Nascha Scliisn» 1906 N. 241: Die Landarbeiter in Südrussland.
2) a, a. D.