Gründet Arbeitgeberverbände!
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Der Arbeiter sollte eben nur die Pflicht des unbedingten
Gehorsams gegen seine Gewerkschaft haben, er sollte ein
Sklave seiner Gewerkschaft sein und die Gewerkschaft konnte
dem Arbeitgeber gegenüber den Preis für die Arbeit dieses
Sklaven nach eigenstem Belieben stellen. Damit brachte die
Gewerkschaft auch den Arbeitgeber in ihre Gewalt; er musste
nicht nur den Lohn nach der Willkür der Gewerkschaft
zahlen, sondern er musste auch in jeder andern Richtung
sich als untertäniger Diener der Gewerkschaft erweisen, weil
die Gewerkschaft durch Zurückhaltung der Arbeiter ihn jederzeit
dem Ruin überliefern konnte.
Die Gewerkschaftsführer hatten somit ein System ausgeklügelt,
welches ihnen unbedingte Macht über Arbeiter und
Arbeitgeber schaffen sollte. Sie hatten aber übersehen, dass
der Bogen, der überspannt wird, leicht brechen kann, und
dieser Fall trat denn auch sehr bald ein. Die Organisation
der Arbeiter in den verschiedenen Gewerken stand nicht
überall auf gleicher Stufe. Während einzelne Gewerkschaften
den eben beschriebenen Weg bereits zurückgelegt hatten,
waren andere noch im Anfang ihrer Organisation. Für aufmerksame
Arbeitgeber war es aber klar, dass alle Gewerke
von der Sozialdemokratie auf diesen Weg getrieben wurden,
und dass, wenn die Arbeitgeber sich nicht unter die Herrschaft
der Sozialdemokratie beugen wollten, es besser sei,
sich frühzeitig zu energischem Widerstand aufzuraffen. Ganz
besonders energisch gestaltete sich dieser Widerstand in
Hamburg-Altona, der Hochburg der Sozialdemokratie, wo
die Arbeitgeber wohl am meisten unter der Tyrannei der
sozialistischen Gewerkschaftsbewegung zu leiden hatten. Sie
suchten sich fürs erste nur die Unabhängigkeit von den
Arbeitsnachweisen der Gewerkschaften zu erkämpfen. Bald
aber merkten sie, dass sie mit grossen Opfern nur Augenblickserfolge
erreichten und dass sie sich nach andern Mitteln
umsehen mussten, um dauernd ihre Freiheit zu sichern. Das
Mittel, welches sich dazu bot, war die Errichtung eigener
Arbeitsnachweise, und hierin ging der »Verband der Eisen-