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Prüft man nun andrerseits, welche Bedeutung die Hudsonsbay-Company
für Canada und im weitern Sinne für
England gehabt hat, so wäre zunächst zu erwägen, ob
die Anklagen ihrer englischen Gegner gegen sie mit
Recht erhoben wurden. Dabei ist von vorneherein vorauszusetzen,
dass es den Aktionären zu allen Zeiten durchaus
fremd war, in ihrer Korporation eine Einrichtung zum
Wohle ihres Vaterlandes zu sehn, ihnen lag nur ihr eignes
Handelsinteresse am Herzen. Man hat also nur zu
betrachten, inwieweit die Gesellschaft an sich dem Staate
nützlich oder schädlich war.
Man forderte von ihr die Verfolgung des Entdeckungswerkes
und hat sie oft getadelt, dass sie dieser Forderung
nicht genüge. Zweifellos hätte sie mehr dafür tun
und dem Staate dadurch manche Kosten sparen können,
aber deswegen kann man sie nicht tadeln, denn diese
Pflicht stand nur auf dem Papier; sie widersprach ganz
dem eigentlichen Wesen der Korporation. Es ist im Gegenteil
zu bewundern, dass sie neben ihrem Handel noch
Zeit fand, in so ausgiebigem Masse der ihr lästigen Pflicht
zu genügen, dass die Vorwürfe, die ihr dennoch gemacht
wurden, niemals für sie wirklich belastend wurden. Jedenfalls
haben ihre Forschungen wichtige und grosse Ergebnisse
gezeitigt und insofern ist ihr Verdienst nicht
zu verkennen.
Es wurde ferner an ihr getadelt, dass sie die Mission
unter den Indianern nicht nur nicht unterstütze, sondern
sogar hindere. ,4 ) Das mag wohl war sein,
aber die Company wusste wohl, dass solche Bestrebungen
ihr nicht den geringsten Nutzen bringen
konnten, denn wozu sollte sie den Wilden einen andern
Glauben aufoktroyieren, wenn sie ihnen nicht zugleich
die Kultur geben konnte, der dieser Glaube ent-7
*) Schon Kapt. Coats sagt S. 34 seines Werkes: »The Company
is unpardonable in lea*ing such swarms of Gods people in the hands
of the devill,« etc.