— 40 —
hältnisse, die von einer völligen Unkenntnis auf diesem
Gebiete zeugte.
Ihre Territorien waren nur bezeichnet als die Länder,
„wliich are not now actually possessed by any of our
subjects, or by the subjects of any other Christian Prince
or State.”
Dass diese Bestimmung völlig ungenügend war, lehrten
die Ansprüche der Franzosen auf die Hudsonsbayländer.
Man hat nun „Rupertsland” immer als den Distrikt
angesehen, dessen Wasser in die Hudsonsbay fliessen,
aber ajuch diese Bestimmung brachte Schwierigkeiten
mit sich, wie sich später zeigen wird.
Merkwürdig ist, dass an der Spitze des Charter der
Satz steht: „for the : discovery of a new passage into
the South - Sea,” Wahrscheinlich ist dieser Passus auf
Verwenden des Prinzen Rupert eingefügt worden, denn
zugleich mit der Fahrt in die Hudsonsbay tauchte auch
wieder das Problem der Nordwestpassage auf, und da
der Prinz einen Plan niemals einseitig überlegte, so wollte
er womöglich die beiden Unternehmungen des Pelzhandels
und der Fmtdeckung der Durchfahrt miteinander
verbinden. Aber das waren zwei sehr verschiedene
L r nternehmungen, die sich sc hwer vereinigen liessen, wie
die Zukunft lehren sollte.
Von einer englischen Handelskompagnie konnte man nicht
erwarten, dass sie neben dem Streben nach materiellem
Besitz sich auch noch um das Entdeckungswerk bekümmern
sollte, das doch mehr ideale Ziele erforderte.
Tatsächlich war der Hudsonsbay - Company später auch
kaum eine Bestimmung ihres Charter so unbequem
wie diese; und es scheint, dass sie nur dann, wenn es
ihre Politik erforderte, oder wenn zufällig mit einer Entdeckungsfahrt
Handelsinteressen verbunden waren,die Forderungen
dieses Statuts erfüllte. Sie war ihrem ganzen