Wesen nach nichts anderes, als eben eine Handelsgesellschaft,
und das ist sie geblieben bis auf die heutige
Zeit.
2. Die Rivalität mit den Franzosen.
(1670—1714.)
Als Ludwig XIV. 1661 die Regierung seines Landes
selbst übernahm, stellte er Jean Baptiste Colbert an die
Spitze der Verwaltung, unter dessen Aegide die Kolonien
einen bedeutenden Aufschwung nahmen. In jene
Zeit fallen die Fahrten Pöre Marquettes und Iolliets; der
Westen Canadas wurden weiter erschlossen. Handeltreibende
Indianer kamen in grosser Zahl nach Quebec und
unter ihnen erzählten einige auch von den weissen Männern
und Schiffen in der Hudsonsbay.
Der Gouverneur Talon, ein äusserst tatkräftiger Mann,
benachrichtigte sofort Colbert von dieser Wahrnehmung
und vermutete sehr richtig, dass Groseilliers die Engländer
in die Bai geführt' hätte. Er beschloss auch sogleich,
einige Leute zu Lande dorthin zu senden, um den Tatbestand
zu untersuchen.
Die Franzosen betrachteten die Hudsonsbaygebiete als
ihr Eigentum, das geht aus verschieden Tatsachen hervor.
1627 war der „Compagnie des Cent Associes” das Land
bis zum „Cercle Arctique” zugesichert worden. Aber damit
war doch nur ein unbegrenztes Gebiet bezeichnet,
dessen Ausnutzung in praxi in der damaligen Zeit ein
Ding der Unmöglichkeit war.
Man hat auch für das Recht der Franzosen angeführt, 18 )
dass alle französische Karten jener Zeit auch noch das
ganze Gebiet der Hudsonsbay als „Nouvelle France” bezeichnen
und endlich, das Charlevoix im I. Buche (S.
18 ) Fitzgerald, Seite 38 ff.