Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

Die  Aufnahme.

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Form.  116.  Orig.-Größe  200  X  250  mm.

Inventaraufnahme  pro  190
Vorbereitung.
Die  allgemeine  Inventaraufnahme  findet  am
statt.  Sie  beginnt  an  beiden  Tagen  pünktlich  früh  8  Uhr  und
dauert  mit  x / 2 stündiger  Mittagspause  (12  bis  I2V2),  bis  3 1 / 2  Uhr.
Zu  diesem  Behufe  hat  bereits  im  Laufe  des  Dezember  folgendes  zu  geschehen:
1.  Die  in  den  Werkstätten  und  Werkzeuglagern  vorhandenen  unbrauchbaren  Teile
sind  zu  ordnen  und  nach  Entscheidung  der  betreffenden  Herren  Betriebsleiter
entweder  an  das  Lager  alter  Teile  im  Keller  des  Verwaltungsgebäudes  zu  senden,
oder  als  Altmaterial  für  den  Verkauf,
oder  für  die  Gießerei  beiseite  zu  stellen.
2.  Wie  alljährlich  hat  jeder  Meister  die  in  seiner  Werkstatt  befindlichen,  zum  Betrieb ­
  gehörigen  Maschinen,  Motore,  Werkzeuge  und  Utensilien,  mit  Ausnahme
der  Transmissionen,  jedoch  einschließlich  der  Treibriemen,  unter  Angabe  der
an  den  Maschinen  befindlichen  Inventarnummern  in  das  ihm  ausgehändigte
Inventarbuch  einzutragen.  Fabrikations-  und  Hilfsmaterialien  werden
am  aufgenommen.
3.  Die  in  den  Händen  der  Arbeiter  befindlichen  Feilen  und  Werkzeugstähle  aller
Art  sind  unter  Aufsicht  der  Meister  zu  wiegen,  die  ermittelten  Gewichte  sind  in
die  jedem  Arbeiter  eingehändigten  Formulare  (Werkzeuglisten)  einzutragen.
Die  erforderlichen  Wagen  werden  vom  Materialienverwalter  zur  Verfügung
gestellt.
Spätestens  am  hat  folgendes  zu  geschehen:
4.  Stücke,  an  denen  die  Bearbeitung  für  längere  Zeit  unterbrochen  wurde,  sind
besonders  auszubreiten  und  mit  den  zugehörigen  Arbeitsbegleitkarten  zu  belegen. ­

5.  Die  aus  dem  Werkzeuglager  entnommenen  Inventarwerkzeuge  sind  an  dieses
zurückzuliefern.
6.  Die  übrigen  Werkzeuge  bleiben  in  den  Händen  der  Arbeiter  und  sind  von  diesen
am  auf  einem,  jedem  Arbeiter  eingehändigten  Formular  (Werkzeugliste) ­
  aufzuführen  und  am  abends  geordnet  auf  der  Werkbank ­
  oder  auf  dem  Werkzeugtisch  mit  der  ausgefüllten  Werkzeugliste  auszubreiten ­
  (die  dabei  befindlichen  Feilen  und  Werkzeugstähle  aller  Art  sind  gemäß
Ziffer  3  bereits  vorher  aufgenommen).
7.  Die  einzelnen  Werkstätten  für  maschinelle  Bearbeitung  haben  die  von  ihnen
fertig  gestellten  Halbfabrikate  an  die  nächsten  Werkstätten  auszuliefern  und
es  sind  zu  einer  Bestellnummer  gehörige  Teile  sämtlich  nach  Möglichkeit  an
demselben  Ort  zusammenzulegen.  Sämtliche  in  der  Werkstatt  befindliche  rohe,
in  Bearbeitung  begriffene  oder  fertige  Teile,  Maschinen  usw.,  sind  mit  den  dazu
gehörigen  Arbeitsbegleitkarten  zu  belegen.  In  der  Montage  müssen  sowohl  die
Montagekarten,  als  auch  die  Arbeitsbegleitkarten  ausgelegt  werden;  die  Arbeitsbegleitkarten ­
  sind  in  die  Montagekarten  hineinzulegen.
Fehlen  einzelne  Teile,  so  ist  der  Ort,  wo  sie  sich  befinden,  eventuell  der  Vermerk: ­
  „Ausschuß“  auf  der  Rückseite  der  Arbeitsbegleitkarte,  nötigenfalls  auf
besonderem  Zettel  anzugeben,  z.  B.:
1  Stück  Ausschuß
4  Stück  in  der  Dreherei.
Berlin,  den  190..  Die  Direktion.
            
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