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sierung der Arbeit und in der Beschäftigung der einzelnen Arbeiter
gegenübersteht, Industrien, in denen der Unternehmer durch
die Marktverhältnisse gezwungen ist, seinen Auftraggebern Preise
für die Aufträge namhaft zu machen, bevor er in die Durchführung
der Aufträge eintritt. Er muss also eine Kalkulation auf Wahrscheinlichkeiten
stellen. Damit seine Kalkulation auch im Verlaufe
der Durchführung des Arbeitsprozesses, der dann auf Grund
der Kalkulation eingeleitet wird, eingehalten werde, drängt die
Sachlage ganz von selbst dazu, dass der Unternehmer die gesamten
Arbeiten, für die er in seinem Voranschlag schon bestimmte
Kosten einzusetzen gezwungen war, zu dem betreffenden Preis
auch an die Arbeiter vergibt. Hat ein Baumeister ein Haus zu
bauen übernommen und hiefür zur Einhaltung eines bestimmten
»Limites« der Kosten sich verpflichtet, so muss er bei
Berechnung des Limitos einen gewissen Kostenbetrag für jeden
Kubikmeter Mauerwerk und damit natürlich für die Arbeit an
jedem solchen Kubikmeter angenommen und in die Rechnung
eingesetzt haben. Diesen Kostenbetrag gilt es dann selbstverständlich
einzuhalten, und das geschieht wohl am leichtesten durch
Vergebung der Arbeit im Werklohnsatz. Wie bei den Steinmaurern
steht es mehr oder minder bei allen übrigen Baugewerben, bei
den Tischlern, Wagenbauern , Eisengiessern, Kesselschmieden,
Schiffbauern, Maschinenbauern u. dgl. m. Ja, man wird allgemein
sagen dürfen, dass diese Schwierigkeit sich in all den Gewerben
vor allem einstellt, in denen die Produktionsobjekte ein mehr oder
minder kompliziertes Ganze sind, dessen Bestandteile eben jenen
starken Wechsel nach Massgabe der Bestellerangaben aufweisen.
Jedenfalls treffen zwei Momente zusammen: die Ungleichmässigkeit
der Produktionsprozesse im ganzen wie im einzelnen einerseits,
die Notwendigkeit der Vorausberechnung des Produktpreises
mit einiger Genauigkeit anderseits.
Auch Bernstein hebt diesen Umstand schon hervor *) und
zwar speziell für das Maschinenbaugewerbe; es sei in steter technischer
Fortentwicklung begriffen, »kleinere und grössere Umwälzungen
der Technik ändern beständig am Arbeitsprozess, am Verhältnis
zwischen Arbeiter, Werkzeug, bezw. Werkzeugmaschine
und Material und machen so den Kostenpreis des Produkts zu einer
bei stabilem Zeitlohn schwer bestimmbaren Grösse. Dalier von
i) In seinem Aufsatz »Das Prämienlohnsystem und die Arbeiter«, Sozialist. Monatshefte
1902 Nr. 12.