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während einer Arbeitszeit von rund 29 1 / 2 Wochen hat der Arbeiter
94,93 $ mehr verdient, als der Zeitlohn ausmachte. Die
Westinghouse Electric Manufactg. Company in Pittsburg hat unter
dem Einflüsse des Prämiensystemes das Ausbringen in einzelnen
Fabrikabteilungen um 50—150 Proz. erhöht. Auch in einem anderen
Falle hat sich die Menge der in der Zeiteinheit ausgebrachten
Stücke um über IOO Proz. gehoben 1 ).
Die Zufriedenheit der Unternehmer mit dieser Lohnform fusst
auf der wesentlichen Verbilligung der Produktionskosten, die aber
nicht etwa nur auf die Lohnersparung, die absolute Verminderung
an Löhnen zurückzuführen ist, sondern zu einem grossen Teil auch
aus einer Verminderung der auf die Produktionseinheit entfallenden
Generalunkosten — es wächst eben der Divisor bei Feststellung
dieses Quotienten — resultiert.
Die Steigerung der Arbeitsintensität bleibt freilich auch für
manche Betriebskosten nicht ohne Einfluss. Die stärkere Inanspruchnahme
des Maschinenmateriales findet man verschiedentlich
hervorgehoben; sie sei bei schnellerem Gang der Maschine, den der
Arbeiter herbeiführt, sobald sein Interesse daran wachgerufen ist,
unvermeidlich. Ja es ist sogar behauptet worden, das Arbeitsprodukt
leide unter dem Beschleunigen des Arbeitstempos: die
Maschine bewirkte bei grösserer Geschwindigkeit (z. B. beim Fräsen
von Zahnrädern, Zahnstangen) eine zu grosse Erhitzung des Materiales,
welches bei der Erkaltung sich verziehe und deformiere.
Diesem Bedenken stehen aber Aeusserungen gegenüber, dass derartige
Kosten gegenüber dem Gewinne der Unternehmung aus
der Lohnersparung gar nicht in Frage kämen 2 3 ). Und wenn weiter
auf die Belastung der Betriebsverwaltung durch die beim Prämiensystem
notwendig werdenden Lohnberechnungsbureaus hingewiesen
wird, die die Rentabilität des Systemes fraglich erscheinen
lassen, so ist dem gegenüber festzustellen, dass einerseits die
Notwendigkeit, die Werkmeister von schwierigen Lohnberechnungen
zu entlasten, und anderseits die Wirtschaftlichkeit, welche
in der Spezialisierung dieser Verwaltungsarbeit sich dokumentiert,
schon vielfach zur Einrichtung von solchen- Rechnungsbureaus,
u. z. auch seitens jener Unternehmungen geführt haben, bei denen
ein Pi-ämiensystem mit Grundzeitberechnung nicht organisiert ist 8 ).
1) Zeitschr. d. V. d. Ing. Möller, Bd. 47, S. 1133 f.
2) Ebenda S. 1135, Note 2.
3) Die Kosten solcher Rechnungsbureaus werden gar nicht als besonderes Er-