Metadata: Die englische Gefahr für die weltwirtschaftliche Zukunft des Deutschen Reiches

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Mille" und „Macht" — 
lauteten: „Wie der neutrale Handel geknebelt wird", oder 
„Englische Anmaßung", oder „Was bleibt von unserer 
wirtschaftlichen Unabhängigkeit" usw. Die moralische 
Grundlage für ein neues Recht wäre also da. Der 
Wille, dieses Recht zu haben, könnte in einem 
neuen Kriege nicht stärker sein als 
jetzt. Aber gerade dis Tatsache, daß zwar der Wille vor 
handen ist, nicht aber die Macht, diesen Willen 
durchzusetzen, zeigt auf das deutlichste, daß es mit dem 
guten Willen allein nicht getan ist. Was solle, so schrieb 
vor einiger Zeit ein schwedisches Blatt, Schweden gegen 
über England tun, wenn doch selbst das weit mächtigere 
Deutschland nicht imstande sei, die Gewaltherrschaft Eng 
lands zur See zu brechen? Es sei zuviel verlangt, wenn 
man von Schweden in dieser Frage mehr erwarte, als selbst 
Deutschland tun könne. Das Blatt hatte vollkommen recht. 
Nirgends wie hier hat es sich so sehr gezeigt, daß die Ver 
wirklichung eines Rechtes von der Machtstärke abhängig 
ist, welche das Recht vertritt und hinter ihm steht. Die 
Neutralen werden niemals in der Lage sein, nur weil sie 
neutrale, kleine und auf Anerkennung ihrer Rechte rech 
nende Länder sind, die „Freiheit der Meere" durchzusetzen. 
Ihre moralische Unterstützung aber wird uns erst dann 
nützen können, wenn wir selbst die Kraft zur Durchführung 
dieses Rechtes haben. Dann mag die Zustimmung der 
neutralen Länder zur Verwirklichung dieser Rechtssätze als 
moralische Unterstützung und Rechtfertigung unserer Hand 
lungsweise von Nutzen sein. Diese für uns notwendige 
Machtstellung werden wir aber niemals erlangen, wenn 
wir den Urheber des heutigen Unrechts nicht auf die Knie 
zwingen und so treffen, daß die von ihm angemaßte Ty 
rannei zur See ein für alle mal erschüttert wird. Wenn 
wir uns nur auf papierne Abmachungen über die Freiheit
	        
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