13. Kapitel. Die Arbeiterwohnung'sfrage.
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Genossen
Fertiggestellte
Noch nicht fertiggestellte
schaften usw.
Häuser
Wohnungen
Häuser
Wohnungen
4 östl. Binnenorte .
4
11
75
- 8
88
2 braunschw. Orte .
2
10
76
4
32
2 sächs. Orte . .
2
9
64
5
61
2 reichsländ. Orte .
2
—
—
22
130
Wiesbaden . . .
1
4
32
—
—
Aus diesen Zahlen geht hervor, daß Einfamilienhäuser nur selten
in Frage kommen. Nur in Rendsburg und Siegburg sind solche Häuser
mit Reichsunterstützung gebaut oder geplant. Von den zur Verwen
dung- gelangten Mitteln sind rund 3 /7 für die „Bundesstaaten mit
Ausschluß von Bayern und Württemberg“ gebraucht worden, also den
Beamten der Reichspost- und -Telegraphenverwaltung zugute ge
kommen; in derselben Richtung sollen von den in den Etat für 1904
eingestellten 5 Mill. M. 2143 000 M. verwendet werden. An solchen
Orten, an denen durch Reichsunterstützung von Baugenossenschaften
die Besserung der Wohnungsverhältnisse der Unterbeamten und geringer
besoldeten Beamten der Reichspost- und -Telegraphenverwaltung nicht
zu erwarten ist, sucht diese Verwaltung selbst durch Errichtung und An
kauf und durch Anmietung von Häusern Abhilfe zu schaffen. Seit
dem Etatsjahr 1897 werden durch den Etat der Reichspost- und -Tele
graphenverwaltung für diesen Zweck Mittel bereitgestellt. Zunächst
war dabei nur an solche Landorte und allein gelegene Bahnhöfe ge
dacht, an denen keine geeigneten Wohnungen für die Unterbeamten
vorhanden sind. Seit 1902 können in besonders dringenden Fällen auch
für Unterbeamte an städtischen Orten und für geringer besoldete Be
amte Wohnungen beschafft werden. Im ganzen sind in den Etats der
Reichspost- und -Telegraphenverwaltung von 1897 bis 1903 vorge
sehen zum Ankauf von Wohnhäusern 3955 000 M. und zur Anmietung
von Wohnhäusern 309000 M. Mit dem ersteren Betrage sind 404 Häuser
mit 1022 Familienwohnungen für Unterbeamte, 31 Familienwohnungen
für geringer besoldete Beamte und mit 50 Stuben für Unverheiratete
hergestellt oder in der Herstellung begriffen, und mit dem letztgenannten
Betrage sind 203 Häuser mit 499 Familienwohnungen für Unterbe
amte, mit 3 Familienwohnungen für geringer besoldete Beamte und
mit 57 Stuben für Unverheiratete gemietet worden. Im ganzen sind
also beschafft worden 607 Häuser mit 1521 Familienwohnungen für
Unterbeamte, mit 34 Familienwolinungen für geringer besoldete Beamte,
und mit 107 Wohnungen für unverheiratete Unterbeamte. An städti
schen Orten befinden sich darunter 12 Häuser mit 50 Familienwoli
nungen (davon 40 für Unterbeamte). Einfamilienhäuser sind auch hier
selten. Nur 29 Häuser dieser Art werden angeführt. Am stärksten
beteiligt sind die Oberpostdirektionsbezirke