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sehen Ventilatoren. Die Speisung der Arbeitsmaschinen geschieht
von einer Hauptquelle aus, die zu Kraft und Licht gleichzeitig dient*)■
Es hat also die Verwendung von Elektrizität fast in allen
Zweigen des Bergbaues eminente technische und wirtschaftliche
Vorteile. Ich erinnere nur daran, dass man bei der Schacht
förderung die Eigentümlichkeit des Dampferfordernisses beim Trei
ben (vgl. Schachtförderung) durch elektrische Förderung immer
mehr zu umgehen sucht 1 2 ), und dass damit die Elektrizität der
Wichtigkeit der Förderung entsprechend ein besonders grosses
Verwendungsgebiet erhalten hat.
Wenn aber die Elektrizität im Bergbau den angetretenen
Siegeszug fortsetzt, so wird die damit verbundene technisch-wirt
schaftliche Verkettung die beteiligten Werke noch näher anein
ander bringen. Ist es doch äusserst beachtenswert, wie gerade
den Kohlengruben, also Werken, die die Kohle fördern und die
von ihrem Verkaufe bezw. ihrer Verwendung leben, die Achtung
vor dem Wert der Kohle immer mehr gestiegen ist, und wie sie
daher stetig versuchten, die für den Betrieb benötigten Kräfte
möglichst billig zu erlangen. Zuerst durch alle möglichen »Er
sparnisse« und Verwendung geringer Kohlenqualitäten. Dann aber
gab eine gewaltige Kapitalkonzentration die Möglichkeit, an der
Stelle von Kohle ein Surrogat zu verwenden, das sich in seinen
Vorteilen zur Kohle verhält wie etwa die Eisenindustrie mit Kohle
zur Eisenindustrie mit Holz. Auch die Voraussetzung, die bei der
Eisenindustrie zur Verwendung von Kohle statt Holz führte: der
Massenmarkt für Massenabsatz hat ja bei der neuen Erscheinung
eine wahlverwandte Grösse erreicht.
Hand in Hand damit, den Produktionsprozess möglichst dem
Gesetze des zunehmenden Ertrages entsprechend zu gestalten,
ging die Zunahme der Einrichtungen einher, die der Verede
lung der gewonnenen Kohle dienten. Sie bestehen darin,
die Kohle von dem Gestein zu reinigen und ev. zu waschen.
Für Niederschlesien 3 ) wird für 1895 berichtet: »die Kosten
der Sortierung und Aufbereitung betragen gegenwärtig einschliess
lich aller damit verbundenen Nebenarbeiten, wie Wegschaffen der
1) Poech, 1. c. Berg- und Hiittenm. Jahrbuch 1891. 431.
2) Lasche, Förderanlagen mit elektrischem Betriebe Gl.A. 1900; ferner Berg-
und Hiittenm. Ztg. 1900. 431.
3) Stolz, Die neue Förder- und Verladeeinrichtung auf den G. v. Kramsta’schen
Gruben bei Konradsthal in Niederschlesien. Preuss. Zeitsclir. 1891. B. 75 f.