Full text: Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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fen, infolge Verbesserung der Wetterführungseinrichtungen, sowie 
insbesondere infolge des vermehrten Ersatzes menschlicher und 
tierischer Kräfte durch maschinelle in noch stärkerem Masse ge 
wachsen (sind), als es die Steigerung der Förderung bedingte. 
Die Kosten des Maschinenbetriebes betragen bei mittleren Werken 
oft 20—25 °/o der Bruttoausgaben an Löhnen und Materialien. 
Für kleine Betriebe mit ungünstigen Verhältnissen sind sie aber 
zu einer drückenden, mitunter die Ertragsfähigkeit in Frage stel 
lenden Last geworden«. Wir wollen 
a) betrachten, durch welche Mittel von solchen von der Natur 
stiefmütterlich behandelten Werken »der Steigerung dieser drücken 
den aber notwendigen Last (eben Kosten für Maschinenkapital) 
tunlichst entgegengearbeitet werden kann«. Es handelt sich, kurz 
gesagt, hierbei darum, etwas Vorhandenes rationeller zu ge 
stalten. Dies ist einfach eine Forderung des Wirtschaftlichkeits- 
prinzipes und so nicht erst bei zunehmender Kapitalkonzentration 
möglich. Da es jedoch bei gleichzeitigem Eintritt die Vorteile 
dieser potenziert, sei es zuerst hier erwähnt. 
Die grössere Wirtschaftlichkeit wurde, wie Versuche zeigten, 
herbeigeführt z. B. 
a. durch Verminderung der Dampferzeugungskosten. Diese 
hervorgerufen z. B. durch Ersatz der Förderkohle durch Gries 
kohle, Aenderung der Schürmethode, Schulung der Schürer, Ver 
besserung vorhandener Einrichtungen, Zentralisation der Kessel 
anlage; 
ß. durch zweckmässige Ausnutzung des Dampfes, als da 
ist: vorteilhafte Expansion, Heizung mit Abdampf, Umhüllung 
der Dampfleitungsrohre (Ersparnis infolgedessen auf Grube König 
an der Saar 12—14000 M. pro Jahr). Da Förderung und Wasser 
haltung ca. 5° % der Gesamtmenge an Dampf erfordern, leuchtet 
ein, wie wichtig gerade bei ihnen »Ersparnisse« sind. Auf Grube 
König haben sich »die Kosten für den gesamten Maschinenbe 
trieb (ohne Grubenhaspel und Ventilatoren) trotz erhöhter Lei 
stung, die nachstehend angegeben ist, um ca. 10000 M. ermässigt. 
Hierbei sind die im gleichen Zeiträume bei gleichem Kohlenpreis 
und gleichem Wasserverbrauche erzielten Ersparnisse im Kessel 
betrieb = 80000 M. nicht berücksichtigt; mit diesen zusammen 
würde sich also die ersparte Summe auf 90000 M. steigern«. 
So betrugen die Leistungen und die relativen Betriebskosten 1 ) bei 
1) Zöi'ner, 1. c. 271.
	        
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