Object: Volkswirtschaftspolitik

in 
Fachausbildungspolitik. 
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Versuch gemacht werden, durch Wanderlehrer das Fachwissen 
dahin zu tragen, wo der Besuch besonderer Fachschulen nicht 
durchführbar ist. Der Ausbildung mittlerer verwaltender 
Kräfte dienen die (gewerblichen, technischen, landwirtschaft 
lichen usw.) Mittelschulen; zum Teil tritt zwischen sie uub 
die niederen Fachschulen noch eine Gruppe besoirderer An 
stalten, die der Ausbildung von Werkmeistern und Vor 
arbeitern gewidmet sind. Für die leitenden Fachkräfte be 
stehen Hochschulen (technische, landwirtschaftliche Hochschulen, 
Forst- und Bergakademien usw.). Der diesen Grundzügen 
entsprechende Aufbau ist in Deutschland durchgeführt. Andere 
Länder haben mehrfach zum gleichen Ziele andere Wege 
eingeschlagen. 
Für die Wirtschaftspolitik sind aus den Unterrichtsbedürf- 
uissen der Gütererzeugung wichtige, wenn auch in den ein 
zelnen Ländern verschieden aufgefaßte Aufgaben erwachsen, 
die fortgesetzt an Bedeutung gewonnen haben und noch ge 
winnen. Daß der Staat selbst alle erforderlichen fachlichen 
Schulanstalten einrichtet und unterhält, ist nicht erforderlich. 
Er kann, wie beim allgemeinen, so auch beim fachlichen Unter 
dichtswesen vielfach Gemeinden und anderen (Stellen die Er 
richtung und den Betrieb der niederen und mittleren Fach 
schulen überlassen, sofern auf diesem Wege eine dem volks 
wirtschaftlichen Bedürfnis entsprechende Ausgestaltung deS 
Fachschulwesens gesichert erscheint. Nur bedarf es auch in die- 
se>n Falle meist wirksamer Beihilfen aus Staatsmitteln, um 
die wünschenswerte Entwicklung herbeizuführen. So ist auch 
dielfach verfahren. Es fehlt aber keineswegs an staatlichen 
niederen und mittleren Fachlehranstalten. Die Hochschulen 
stnd in Deutschland und anderen europäischen Ländern fast 
durchweg Staatsanstalten — wenn auch manchmal unter 
Beteiligung von Gemeinden, Gesellschaften und -einzelnen 
u» der Kostendeckung —, weil auf ihnen der Staat seine
	        
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