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entschieden zurückgewiesen werden. Derartige Versuche haben bisher
nie Entgegenkommen gefunden, aber selbst wenn sie angenommen
würden, würde deshalb noch keine Majorität sozialistisch stimmen,
geschweige denn, dass man die Minderheit dazu veranlassen könne;
politische Anschauungen kann man eben einem Menschen durch noch
so überlegene Stimmenzahl nicht eintrichtern. Eine solide politische
Agitation sucht einen Mann nicht an eine Partei heranzuziehen,
sondern in ihm eine eigene entschlossene politische Meinung zu
wecken.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass mit der Zeit die Arbeitervereinigungen
einen stärkeren Einfluss auf Staatsregierungen und
besonders Städteverwaltungen bekommen werden. Die Zeiten
sind vorüber, in denen die Regierung der Vereinigten Staaten das
Privileg einer besonderen Klasse war. Die Geschichte aller Staaten
zeigt, dass eine Klasse nach der anderen zum Stimmrecht zugelassen
und der Mitverantwortlichkeit für Regierungshandlungen
unterworfen wurde. Aus Mangel an Organisation und einsichtiger
Leitung haben die Arbeiter heute noch nicht den wünschenswerten
Einfluss auf unsere Stadtverwaltungen; sie haben für die eine oder
andere Partei je nach deren Haltung oder auch nach persönlichen Beziehungen
gestimmt, ohne ihr Klasseninteresse zu berücksichtigen.
Einen Teil der Arbeiter konnte man früher gegen den anderen
ausspielen wie unorganisierte gegen organisierte beim Streik. Mit
dem Wachsen der Organisationen sollte man auf die Gesetzgebung
einen Druck zu gunsten der Klasse und der Allgemeinheit
ausüben, ohne dass eine Ämterjägerei der Führer einsetzt; die
Wege der Politik sind heute mit den Ruinen stolzer Unternehmungen
und den bleichenden Knochen edler Charaktere besät,
und eine Gewerkschaft, die sich einmal auf die stürmische See
der Ämterjagd begibt, wird früher oder später ihren inneren
Halt und ihr äusseres Ansehen verlieren.
Wenn die Arbeiterorganisation in einer Stadt stark geworden
ist, kommt auch dem gewissenhaftesten Führer ei*n gewisses
Machtgefühl, und man kann nichts schlechtes darin sehen, wenn
er seinen Einfluss dazu benutzt, einen Platz einzunehmen, für den
er sich leistungsfähig fühlt und auf dem er seinen Kameraden
nützen kann. Aber man bleibe sich immer bewusst der grossen Gefahren
der Demoralisation und der persönlichen Zänkereien über nicht
gewerkschaftliche Dinge. Durch Wahl geeigneter Stadtverordneten
für Arbeiterbezirke kann man die Stadtverwaltungen oft besser zur