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Hunger und Versuchung nur eine verschwindende Minderheit zum
Abfall. Die Streikkommission schätzte die Verluste für die Gesellschaften
auf 300, die für die Arbeiter auf 100 Millionen Mark.
Das entschlossene Dazwischentreten des Präsidenten der Vereinigten
Staaten, infolge der Verluste für die Öffentlichkeit, führte schliesslich
zur Beendigung. Der Streik bedeutete den Kulminationspunkt
in dem Drama, das sich seit 50—75 Jahren in dem Gegensatz der
Arbeiterschaft zu der wachsenden Not in dieser Industrie aufgebaut
hatte.
Von 1812 an, wo die Verschiffung einiger Kohlen für den Krieg
begann, war bis 1850 die Produktion nur unbedeutend gewesen
und die Zahl der Beschäftigten nur auf etwa 6—8000 angestiegen.
Der Tagesabbau und andere bequeme Adern erforderten wenig
Kapital, und eine Arbeiterfrage im modernen Sinne war noch unbekannt.
1850—60 wuchs die Industrie schneller, und 1861—65
erhielten die Bergleute zum ersten und einzigen Male in der Geschichte
trotz gestiegener Lebensmittelpreise gute Löhne. Aber nach
dem Kriege versuchte man die Löhne zu drücken und die Gewerkschaft
zu sprengen. Nach einem achtjährigen Feldzug 1867—75 war
diese, die „Arbeiter-Wohlfahrts-Vereinigung“, vernichtet. In den
Jahren von 1875—1900 nun entwickelten sich die Misstände, welche
zu den Kämpfen von 1900 und 1902 führten. Es gelang, die
Bergleute unorganisiert zu erhalten und die verschiedenen Organisationsversuche
gegeneinander auszuspielen. Aber die Unternehmer
fielen schliesslich in eine Grube, die sie selbst gegraben,
indem die zur Lohnunterbietung eingeführten Ausländer schliesslich
die ausdauerndsten Anhänger der Organisation wurden.
Bis dahin hatten die alten Leute unter der Konkurrenz der
Fremden, wie unter deren Unwissenheit bitter zu leiden; von
den niedrigen Löhnen wurde ein gut Teil nicht bar ausgezahlt
und die Leute auf allerlei Art betrogen. Die erwähnte alte Gewerkschaft
hatte ein Gesetz erreicht, nach dem die Zahlung sicli
nach dem Abwiegen der Kohle nach einer Normaltonne zu richten
hatte. Mit der Auflösung der Vereinigung aber schraubte man
diese „Tonne“ auf 1400 und selbst 1600 Kilo hinauf bei der alten
Lohnzahlung, Steuerzahlung und dem Verkauf nach der 1120 Kilotonne.
Und wo nach Wagen gezahlt wurde, wuchsen diese, wie
man sagte „wie Lebenseiche.“ Die Abzüge für Untergewicht
waren so willkürlich, dass nach eigener Aussage der Unternehmer
vor der Kommission dieselben selbst bei den besten Gesellschaften