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Stellung nicht durch Beitritt aufs Spiel setzen, würden sich
aber im Falle eines aussichtsreichen Streikes gern beteiligen.
Den Anstrengungen der vermehrten Organisationen gelang es
endlich Anfang 1900, etwas Hoffnung unter die Leute zu tragen
und sie für den unvermeidlichen Kampf vorzubereiten, für den
der Juli der geeignetste Zeitpunkt schien. Die verstärkten Klagen
aus dem Lockawanna- und Lebigh-Distrikt beschleunigten die Umstimmung,
und für Mitte Juli wurde nach dem Städtchen
Hazleton eine Versammlung einberufen, welche über geeignete
politische Massnahmen entscheiden sollte. Gegen viele Stimmen,
die für einen sofortigen Streik sprachen, wurden die Beamten der
Gewerkschaft beauftragt, die Unternehmer zu einer Versammlung
für den August zum Zwecke der Festsetzung einer Lohnskala
zu laden.
Als diese die Einladung ignorierten, wurden die Wünsche
der Versammlung ihnen für 10 Tage zur Stellungnahme vorgelegt,
und als sie jede Konzession verweigerten, der Streik für
den 17. September erklärt.
Die Gewerkschaft hatte zu dieser Zeit weniger als 8000
Mitglieder, hatte aber den Standpunkt aller so richtig vertreten,
dass am ersten Tag zwischen 80 und 100000 Mann die Arbeit
niederlegten, und nach zwei Wochen volle 90% der 144 000
Leute ausständig waren. Die Sympathien von Presse und Publikum
waren auf Seite der Bergleute, sobald der fürchterliche
Zustand ihrer Lage bekannt wurde. Man ging nicht auf den
Leim der Unternehmer, die behaupteten, die Mehrzahl der Streikenden
werde nur durch die Drohungen einer kleinen Minderheit
an der Arbeit gehindert. Umsonst versuchten die Gesellschaften
die Hausmieten, Grubenärzte, Pluuderladen und die
Forderung von 11 Mark für das ihnen 3,60 Mk. kostende Pulver
als notwendige Beigaben des Gewerbes hinzustellen, und beim
Nahen des Winters und dem Zusammenschrumpfen der Kohlenvorräte
wandte sich die ganze Empörung des Publikums gegen die
halsstarrigen Unternehmer.
Die für den 5. November bevorstehende Präsidentschaftswahl
kam den Bergleuten zu Hilfe. Senator Hanna, Vorsitzender
des Nationalkomitees der Kepublikaner, machte wiederholte
Anstrengungen, einen Vergleich zu erwirken, und am 3. Oktober
boten die Unternehmer eine 10 % ige Lohnerhöhung an. Das
Anerbieten richtete sich nicht direkt an die Arbeiter, sondern