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die Wahl überlassen bleiben und man ersuchte, die Delegaten
für oder wider zu instruieren. Die erneuten Bemühungen des
Bürgerbundes und anderer edelgesinnter Männer prallten bei den
Bahngesellschaften wirkungslos ab, deren einer Präsident noch
am Abend vor dem Konflikt erklärte, die Leute würden nicht
streiken, sondern sich jedem Fusstritt beugen. Ich selbst sah
die Härte des Kampfes voraus und wünschte ihn bis zum Herbst
hinauszuschieben, wo die Energie der Leute grösser gewesen
wäre. In dieser Zeit hätten ja die Unternehmer die Torheit
ihres Beginnens vielleicht doch noch eingesehen. Aber ich forderte
die Delegaten auf, sich nicht nach dieser meiner Meinung,
sondern allein nach ihren Instruktionen zu richten. Und so
wurde denn am 15. Mai mit 461 J / 4 gegen 349 3 / 4 Stimmen die
Weiterführung des Streikes beschlossen, der dadurch zum bedeutendsten
der amerikanischen Geschichte wurde.
43. KAPITEL.
Die Versammlung von Indianapolis.
Obgleich eigentlich niemand den Konflikt für vermeidbar gehalten
hatte, hatte das Publikum doch nicht zu hoffen aufgehört,
was es wünschte, und die Streikerklärung war ein Donnerschlag
für das Land.
Da man wusste, dass die Organisation keine grossen Gelder
zur Verfügung hatte, glaubte man an eine kurze Dauer des Ausstandes,
und die Zeitungen prophezeiten ihm ein Leben von
höchstens fünf bis sechs Wochen.
Aber bereits der ruhige, geräuschlose Verlauf in den ersten
Wochen, der allen grossen Bewegungen eigen ist, deutete auf
Dauer. Auf die Aufforderung der Gewerkschaftsbeamten zu Vorsicht
und Vermeidung jedes Zusammenstosses mit der Bergpolizei,
verpflichteten sich Tausende zu völliger Abstinenz während der
Streikdauer, und die erste Ruhezeit für viele in ihrem ganzen
Leben wurde daheim und beim Sport verbracht. Die wenigen,
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