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wirtschaftlichen Weltherrschaft starben. Diese idealen Gesichtspunkte
darf die Gewerkschaftsbewegung neben ihren materiellen
Zielen nicht vergessen, wenn sie zum wahren Fortschritt der
Gesamtheit führen will.
48. KAPITEL.
Die Ideale der organisierten Arbeit.
Die Ideale, die in jedem Menschen schlummern, sind das
Band, das jede Vereinigung zusammenhält und die zentrifugalen
Kräfte der Selbstsucht überwinden muss. Die Ideale der Gewerkschaftsbewegung
treten vielleicht deutlicher hervor, wenn
wir zuerst die ihrer Gegner betrachten.
Viele Menschen betrachten den Unternehmer als einen Mann
aus einer anderen Klasse, ja, man möchte sagen, aus einer
anderen Menschengattung. In dem Idealstaate dieser Leute
wäre der mildtätige Unternehmer umgeben von einer Schar treuer
Diener, die dafür, dass sie seine Interessen besorgen und ihm
jeden Wunsch von den Augen ablesen, von seiner unendlichen Güte
beschützt werden. Diese Unternehmer sprechen von der „Loyalität“
der einen und der Unloyalität der anderen Leute, als ob
dieselben nicht durch einen geschäftlichen Vertrag, sondern durch
persönliche Treue mit ihm verknüpft wären; 8 bis 12 Mark täglich
ist dann aber genug für die Leute, während man selbst 50
oder auch 500 ausgibt. Dieser Feudalismus, der in der Ausdrucksweise
der grossen Herren der Industrie sich zeigt, klingt
geradezu nach einem Besitztitel, der durch das höhere Lohnangebot
eines Konkurrenten verletzt wird. Sie tuen, als ob sie mit
der Gewährung von Arbeit eine Wohltat leisteten, und
glauben, die Welt stehe auf dem Kopf, wenn man ihnen versichert,
dass die Arbeitsleistung des Arbeiters eine Wohltat für die
Gesamtheit ist, aus der sie ihren persönlichen Vorteil ziehen.
Diese patriarchalische Theorie eines Arbeitgebers“ findet
ihren klarsten Ausdruck in der Haltung gewisser Philanthropen.
Der Gewerkschaftler wird sicher mit Achtung und Freude auf
jeden Akt menschlicher Generosität blicken, wie immer er auch
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