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ausreichenden Lebensunterhalt, ja sogar zu
einer gewissen Behaglichkeit gehört? Ich
glaube nicht, daß irgend jemand diese Frage
verneinen wird, sobald er nur den Mut findet,
sie sich wirklich zu stellen. Sagt er aber
„ja“, dann sind die Vohstoffe zu einer wirk—
lichen Weltwirtschaft, einer Tätigkeit, die auf
fortgesetzte Bedürfnisbefriedigung der Mensch—
heit in allen ihren Gliedern ausgeht, alfo
aller einzelnen Menschen, die es auf der Erde
gibt, unzweifelhaft vorhanden. Also um Roh—
stoffe brauchen wir schon jetzt nicht zu sorgen;
und dabei ist doch zweifellos, daß wir uns in
nicht langer Zeit die Stoffe unserer Erde noch
in ganz anderem Maße dienstbar machen
werden.
Außer den Rohstoffen gehört aber zur
Wirtschaft zunächst noch die Arbeitskraft.
Zweifelt jemand, daß die nahezu zwei Milli—
arden Wenschen, die jetzt auf der Erde leben
sollen, in sich hinreichend Arbeitskraft haben,
um aus den vorhandenen Rohstoffen das her—
zustellen, was zur Befriedigung der natur—
gemäßen, also vernünftigen Bedürfnisse, selbst
wenn man diese erheblich über den jetzigen
Durchschnitt hinaus für berechtigt erklären
wollte, vollauf genügen würde? Ich glaube
wiederum nicht, daß jemand, der sich diese
Frage ernstlich vorzulegen wagt, den Mut
zur Verneinungq auftreibt!t
Und nun frage ich weiter: wenn sowohl
Rohstoffe wie Arbeitskräfte in ausreichendem
Maße vorhanden sind, um alle vernünftigen
— und noch etliche andere — Bedürfnisse
aller Menschen zu befriedigen, wie ist es
denn überhaupt möglich, daß Not und Elend