sofort fühlbarer sein. Für den jungen Gecken einer gewis
sen Type, der im Theater in der vordersten Reihe des Par
ketts mit vorgestrecktem Kopf und hängender Kinnlade
. nach den unglücklichen Frauenzimmern blinzelt, die für
Geld tanzen, ist es nicht eine eingebildete Gefahr, die er
heraufkommen fühlt, wenn er seine tiefe Mißbilligung her
vorstammelt gegenüber jeder Erweiterung des Wissens
und der Freiheit der Frau, sich Mittel zum Unterhalt auf
geistigen Gebieten zu holen, und wenn er seine entschie
dene Vorliebe für das ungebildete Balletmädel gegenüber
allen gebildeten und produktiv arbeitenden Frauen der
Welt ausdrückt. Ein feiner und tiefer Instinkt raunt ihm
zu, daß mit höherer Intelligenz und ökonomischer Unab
hängigkeit der Frau, er und seinesgleichen schließlich
keine geschlechtliche Gemeinschaft mehr finden, sondern
als nicht begehrenswerte männliche alte Jungfern der
Menschheit sitzen bleiben werden. Andererseits ist es un
zweifelhaft eine gewisse Gruppe von Frauen, die bei dem
allgemeinen Fortschreiten ihres Geschlechtes zu freier Ar
beit und ökonomischer Selbständigkeit viel verlieren würde
oder zu verlieren glaubt. Die Frauen, die wissentlich oder
ihrer Natur nach jener parasitischen Klasse angehören, die
weder Verstandes- noch Körperkräfte genug besitzen, um
irgendeine Form produktiver Arbeit zu leisten und allein
von der passiven Erfüllung ihrer Geschlechtsfunktionen ab
hängig zu bleiben wünschen, werden unzweifelhaft sowohl
als Prostituierte wie als Ehefrauen einen schweren Verlust
erleiden bei der Umwandlung, die von der Frau höhere
Kenntnisse und Tätigkeit fordert. *
Und wirklich sind es gerade diese beiden Klassen von
Personen, von denen der Einwand ausgeht, der Eintritt der
* Sie werden in doppelter Hinsicht verlieren: durch die soziale Mißachtung,
die mit der Verallgemeinerung der neuen Verhältnisse auf ihnen lasten
w ird, und noch mehr durch die Konkurrenz der entwickelteren Frauen
arten. Sie werden tatsächlich aussterben.