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ihre Vorstädte angewiesen und so lag die Gefahr nahe, daß
der Arbeiter aus der Stadt verdrängt wurde und daß sich in
der Nähe der Stadt Ai'beiterkolonien bildeten. Eine derartige
Entwicklung entsprach aber durchaus nicht dem Lebens- und
Bildungsbedürfnis der Arbeiter.
Durch den Hauserwerb wird der Arbeiter aber außerdem
an die Scholle gebunden, und er kann bei veränderter Kon
junktur sich nicht so leicht nach einer anderen Arbeits
gelegenheit an einem anderen Oi’te umsehen, als wenn er nur
zur Miete wohnt.
Diese Betrachtung läßt uns erkennen, welche Bedeutung
das Vorgehen des hannoverschen Spar- und Bauvereins für
die weitere Entwicklung der Baugenossenschaften haben
mußte, und so ist es erklärlich, daß heute diese Genossen
schaften immer mehr dazu übergehen, große Mietshäuser zu
bauen, die im dauernden Eigentum der Genossenschaft bleiben,
während das Bauen von kleineren Häusern, die in das Eigen
tum der Genossen übergehen, immer mehr au Bedeutung
zurücktritt. Der Gegensatz zwischen der alten und der
neuen Art der Baugenossenschaften kam auch darin zum
Ausdruck, daß beide sich in besonderen Revisionsverbänden
im Jahre 1896 und 1897 zusammenschlossen. Die nach dem
Vorbild des hannoverschen Spar- und Bauvereins gegründeten
Vereine bildeten den Verband der auf der Grundlage des
gemeinschaftlichen Eigentums stehenden deutschen Bau
genossenschaften, und der Vorsitzende dieses Verbandes ist
Professor Albrecht in Berlin. Im Jahre 1902 gehörten
diesem Verbände 67 Baugenossenschaften an.
Es soll in den folgenden Ausführungen nicht über die
Baugenossenschaften im allgemeinen gesprochen werden, das
ist häufig genug geschehen. Es soll vielmehr die Bedeutung
der neuen Art, auf der Grundlage des gemeinschaftlichen
Eigentums gebildeten Genossenschaften an einem Beispiel klar
gelegt werden. Es lag nahe, zu diesem Zweck den Berliner
Spar- und Bauverein zu wählen. Zunächst konnte ich von
einer anderen Genossenschaft nicht das Material in derselben
Vollständigkeit erhalten wie von der Berliner. Dieses Material
habe ich durch die Freundlichkeit des Herrn Professor
Albrecht hauptsächlich von der Zentralstelle für Arbeiter-