Full text: Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

•29 
Wohnungs Verhältnisse haben, als die Männer und daher eher 
geeignet waren, Anhänger für die Genossenschaft zu gewinnen. 
In den Versammlungen wurden die Ziele der Genossenschaft 
und die Wege, auf denen diese erreicht werden sollten, aus 
einandergesetzt und etwaige Zweifel und Fragen, die in der 
Versammlung geäußert wurden, beigelegt und beantwortet. 
Auch in anderen Vereinen, wie Handwerkervereinen, Gewerk 
vereinen, Mietervereinen usw. wurden Vorträge gehalten, um 
Anhänger für die Genossenschaft zu gewinnen. 
Die Zahl der Mitglieder stieg schon im ersten Jahre be- _ ~'' 
deutend infolge eines Erlasses des Ministers für öffentliche 
Arbeiten vom 2. August 1892. In diesem Erlaß wurde die 
Gründung von Baugenossenschaften bezw. der Anschluß an 
bereits bestehende derartige Vereinigungen unter den Beamten 
und Arbeitern der Staatseisenbahnverwaltung in Anregung 
gebracht und genehmigt, daß aus den Beständen der Eisen 
bahnarbeiter-Pensionskasse Kapitalien zu mäßigem Zinsfuß an 
solche Baugenossenschaften ausgeliehen werden dürften. Um 
die Eisenbahnarbeiter für den Spar- und Bauverein zu ge 
winnen, wurde eine Versammlung einberufen, in der die 
Arbeiterschaft der acht in Berlin vorhandenen königlichen 
Eisenbahnwerkstätteu durch Mitglieder ihrer Arbeiteraus- I 
Schüsse vertreten waren. So gelang es gleich von Anfang 
an, die Eisenbahnarbeiter in immer größerer Zahl heran : 
zuziehen. 
In der Abfassung der Statuten und in der Einrichtung 
der Verwaltung lehnte man sich eng an das in Hannover 
gegebene Vorbild an. 
Am 9. März 1892 wurde der Berliner Spar- und Bau 
verein als eine Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht 
in das Genossenschaftsregister eingetragen. Damit war der 
Gründungsvorgang zu einem glücklichen Ende gebracht. 
II. 
Die Organisation des Vereins. 
Die Organe des Vereins sind der Vorstand, der Auf 
sichtsrat und die Generalversammlung. Nach den Statuten 
soll der Vorstand aus fünf Mitgliedern bestehen, welche vom
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.