Full text: Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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und Küche. Auch iu den Obergeschossen des Hofgebäudes, 
das aus zwei gleichartigen Häusern besteht, befinden sich in 
jeder Etage 2 Wohnungen, die Stube und Küche umfassen. 
In den beiden straßenwärts gelegenen Eckhäusern befinden 
sich in jeder Etage 3 Wohnungen, die aus 2 größeren 
Stuben und Küche bestehen. Sämtliche Wohnungen haben 
ihren abgeschlossenen Flur, ihre Küche mit Speisekammer, 
Kloset und die meisten außerdem einen Balkon oder eine 
Loggia. Zu jeder Wohnung gehört auch hier wiederum 
separater Keller uud Boden und die Mitbenutzung der Wasch 
küchen und Badezimmer steht auch hier wieder jedem Be 
wohner unentgeltlich zu. Mit Ausnahme der Wohnungen, 
welche den Blick auf den gartenartig angelegten Hof haben, 
liegt in allen Wohnungen das Hauptzimmer nach der Straße 
zu, während die übrigen Räume in der Regel nach dem Hof 
hinausgehen. Es kann also eine bequeme Durchlüftung sämt 
licher Wohnungen je nach Bedarf erfolgen. Gerade bei 
kleinen Wohnungen ist eine derartige Durchlüftung aus 
hygienischen Gründen besonders nötig. 
Im Erdgeschoß befinden sich 9 Läden und ein Restau 
rant, das von der Gemeinnützigen Gesellschaft betrieben wird. 
Hieran schließen sich Räume, die als gemeinsame Versamm 
lungslokale und als Bibliothekzimmer benutzt werden. Das 
Erdgeschoß enthält ferner eine Bäckerei, die von einer be 
sonderen für diesen Zweck begründeten Genossenschaft be 
trieben wird. In dem einen Eckladen befindet sich ein 
Kolonialwarengeschäft der Gesellschaft mit b. II., die auch 
zu der Genossenschaft gehört. 
Die eine Hälfte dieser Häuser wurde am 1. Oktober 1897 
fertiggestellt, die andere am 1. April und am 1. Juli 1898. 
Die ganze Anlage umfaßt 125 Wohnungen und 11 Läden. 
Die Zahl der Läden kann eventl. noch vermehrt werden; es 
sind in dieser Beziehung schon während des Baues kleine 
Abänderungen getroffen worden. Die Wohnungen, welche 
auf der linken Hälfte des Grundstückes liegen,- sind etwas 
größer als die auf der rechten Seite. Die rechte Hälfte des 
Grundstückes wurde zuerst erbaut, und da man gegen diese 
Wohnungen hauptsächlich einwandte, daß die Küchen zu klein 
seien, beseitigte man diesen Mangel bei der späteren Bebauung
	        
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