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Sees bei Lugano angekauft. Dort hat er seine alte Lieb
haberei, die Musik, wieder in weitestem Umfang aufge
nommen; mit einem von ihm zusammengestellten Orchester,
dem erste Tonkünstler angehören, veranstaltet er in den
prächtigen Sälen seines herrlich gelegenen Schlosses regel
mäßig Konzerte, deren Erträge er wohltätigen Zwecken mit
freigebiger Hand zuführt. Zur Feier der „Unabhängigkeits-
Erklärung“ versammelte er jüngsthin seine bei ihm und in
der Nähe des Schlosses an den Ufern des Sees weilenden
amerikanischen Mitbürger. Und in einer von Patriotismus
getragenen Ansprache sagte Louis Lombard — das ist meines
Freundes Name — zu ihnen u. a. das folgende:
„While appreciating these blessings of the United States
we should not be too disdainful of things European. We
ought not to forget that, without the bountifulness of our
soil we might not be better off than is the Old World.
It would be unjust, too, not to credit to Europe’s
account the truths it discovered and without which we
might now be semibarbarians, — principles from which
we benefitted through our elaboration of them, not our
invention.
Some of us beiieve the Eagle cannot screech too high.
While in occassional instances it may be wise to point out
our superiority, it is fast growing less necessary to boast
of our Country’s majesty.“
„Während wir all die Segnungen der Vereinigten
Staaten gewiß zu würdigen haben, dürfen wir doch nicht
europäische Dinge mit Geringschätzung behandeln. Wir
dürfen nicht vergessen, daß ohne den Reichtum unseres
Bodens wir wahrscheinlich in keiner besseren Lage wären
als die Alte Welt. Es würde ebenso ungerecht sein, wollten
wir nicht dem Konto Europas die Wahrheiten gutschreiben,
die es entdeckt hat, und ohne die wir jetzt noch halbe