Full text: Die Reichseisenbahnen

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den Landeseisenbahnräten, die ihrerseits den Reichseisenbahnrat wählen, 
der seinerseits Vertreter in den Verwaltungsrat entsendet. Das Ziel 
muß fein, in den Angestellten das Gefühl der Gemeinschaftlichkeit der 
Interessen und der Zusammengehörigkeit mit der Verwaltung neu zu be 
leben. Zu diesem Ende wird vielleicht die Mitarbeit bei allgemeinen An 
gelegenheiten und fortlaufender Einblick in die allgemeine Lage lind die 
Bedürfnisse der Eisenbahnverwaltung helfen können. 
Alle die Geschäfte, die vorstehend nicht den Generaldirektionen zu 
gewiesen sind, würden wie bisher von den Bekriebsdirektionen zu leisten 
sein. Ihre Aufgabe wäre also die Bewältigung des laufen 
den Dien st es und die Aufsicht über die örtlichen 
Dienststellen. 
Auch hier wird eine möglichst große Selbständigkeit anzustreben sein. 
Eine Reihe von Entscheidungen, die bisher in der Zentralinstanz getroffen 
wurden, und zwar in allen Dienstzweigen, werden auf die Betriebs 
direktionen übertragen werden können. Z. B. die Feststellung kleinerer 
Entwürfe, die jetzt in übergroßer Anzahl in der Zentralstelle vorgelegt 
werden müssen und dort sachlich nicht geprüft werden können, Be 
willigung kleinerer Ausgaben aus einem auch bei den Betriebsdirektionen 
zu bildenden kleinen Dispositionsfonds, Verwendung er 
sparter Mittel, Entscheidung in Personalangelegenheiten sowie im Lohn 
wesen usw. 
Die Bezirke der Betriebsdirektionen hätten sich möglichst an die be 
stehenden Verwaltungsbezirke anzulehnen, indessen wären in allen Teilen 
des Reiches möglichst gleichgewichtige Bezirke zu schaffen. Diese müßten 
einen Umfang haben, der die Einschaltung von Zwischeninstanzen, wie 
sie in den preußischen Betriebs-, Verkehrs-, Maschinen-, Werkstätten 
ämtern bestehen, unnötig macht. Dies wird dadurch erleichtert, daß auch 
den äußeren Dienststellen eine wesentlich größere 
Selbständigkeit gegeben wird (s. unten). In Preußen wären 
die größeren Direktionsbezirke zu verkleinern, indem neue Direktionen 
mit dem Sitze an Mittelpunkten des Verkehrs in die bisherige Bezirks 
einteilung eingeschoben werden. Auf diese Weise könnten namentlich 
die großen westlichen Direktionsbezirke Frankfurt, Köln. Elberfeld, Essen 
und Hannover entlastet werden. Umgekehrt würde in Bayern der wieder 
holt erwogene Gedanke ausgeführt werden können, einzelne Direktionen 
zusammenzulegen. 
Durch die Übertragung wichüger Dienstgeschäfte, namentlich solcher, 
die früher zeitraubenden Meinungsaustausch und Meinungsausgletch er 
forderten, auf die Generaldirektionen, ferner durch die Übertragung von 
Entscheidungen der Zentralstelle, die früher umständliche Berichte nötig 
machten, auf die Betriebsdirektionen selbst, weiter durch die Erweiterung 
der Zuständigkeit der Dienststellen, endlich durch die bereits erwähnte
	        
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