Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
Schließlich sei noch einer weiteren Werbemöglichkeit bei der 
Filmreklame gedacht. In meinen Kapiteln „Die Mitarbeit der 
Journalisten und Schriftsteller‘*‘ sowie „Journalistische Studien- 
fahrten“ habe ich bereits Wege gewiesen, um die nicht zu unter- 
schätzende freiwillige Mitarbeit dieser federgewandten Berufe 
zu gewinnen. Diese Mitarbeit 1äßt sich mit Hilfe des Films 
noch erweitern. Wie, sei wiederum durch ein Beispiel aus dem 
praktischen Leben gezeigt. 
In den „Münchner Neuesten Nachrichten‘‘ erschien eine 
interessante Artikelserie „Bilderbuch einer Reise. Mit Auto und 
Kurbelkasten durch Südtiroler Land“. Der mit dem Pseudonym 
Peregrin zeichnende Verfasser schilderte in diesen Skizzen 
begeistert das, was eine kleine Reisegesellschaft zu sehen 
und — — — für einen werdenden Film zu kurbeln bekam. 
Ich setze im Wortlaut hierher, was Peregrin über „das Auge“ 
des Filmoperateurs dieser auf Autos unterwegs befindlichen 
Reisegesellschaft geschrieben hat: 
„Dies Auge weilt unter uns: Es heißt Werner Schaarschmidt. Man 
kennt weit über Deutschland hinaus aus den ‚Wundern des Schnee- 
schuhs‘, den ‚Alpinen Majestäten‘, dem ‚Berg des Schicksals‘ usw. die 
gewissenhafte Arbeit dieses seltenen Künstlers des Naturfilms, der in 
einer Person Regisseur, photographischer Fachmann und erfahrener 
Alpinist ist. Wenige verstehen wie er die Landschaft zum Bilde zu 
formen. Er arbeitet mit ihren Stimmungsfaktoren wie der Maler mit 
den Farben auf der Palette; er packt den Augenblick, erhascht die 
Lichtwirkung, wo er sie findet, ohne Hast, fügt gewissenhaft eine 
photographische Vision zur andern, bis eines Tages das fertige Natur- 
drama dastehen wird. Doch mit einer einzigen Reise ist das nicht 
getan. Oft noch wird das Auto die steile Alpenstraße hinaufklimmen 
und an stillen, verlorenen Dolomitseen warten müssen, bis all das bei- 
sammen ist, was auf der Kinoleinwand selbstverständlich reizvoll er- 
scheinen und doch so viel Zeit und Mühe gekostet haben wird.“ 
Also was der Meister des Kurbelkastens auf dieser Reise im 
Bilde festhielt, das schilderte Peregrin in seinen feuilletonisti- 
schen Plaudereien. Fast zur gleichen Zeit fand ich im „Dresdner 
Anzeiger‘ eine ähnliche Reiseskizze unter dem Titel: „Mit dem 
Kurbelkasten in der Dobrudscha‘. Die Filmaufnahmen waren 
im Auftrag des Sächsischen Heimatschutzes gemacht worden, 
sie galten dem dortigen jungfräulichen „Vogelparadies‘“. Wir 
haben hier also die doppelte Ausnützung ein und derselben 
Reise in geschickter Form. Die Anregung ist jedenfalls ausS-
	        
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