Full text: Lexikon der Handelsgeographie

Penang — Persien. 
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Penang, s. Pinang. 
Penzance (spr. pc'imsanz), Hafenstadt m 
der engl. Grafschaft Cornwall, an der 
Mountsbai des AtlantischenOceans ; (i8?i) 
10,414 Einw. Deutsches Vicekonsulat 
(Amtsbezirk: P., Mountsbay, St. Jves 
und Hayle). 
Pernambuco (Fernambuco) oder 
(amtlich) Recife, Hauptstadt der brasil. 
Provinz P., an der Mündung des Capi- 
baribe in den Atlantischen Ocean, an der 
P.- Eisenbahn; Station der Dampfer 
linien: Harrison, Lamport und Holt, Pa 
cific Steam Navigation Co. (alle von Li 
verpool), Royal Mail Steam Packet Co., 
United States and Brazil Steamship Co. 
(New Pork), Messageries maritimes, So 
ciété Chargeurs reunis (Havre); U872) 
116,671Einw. DeutschesKonsulathAmts- 
bezirk: die Provinzen P., Rio Grande de 
Norte und Parahyba de Norte); Han 
delsgericht; Börse, English Bank os Rio de 
Janeiro, New London and Brazil Bank. 
— P. ist der Sitz vieler europäischen Han 
delshäuser. 1879 liefen hier ein: 965 
Schiffe (177Dampfer), davon79 deutsche; 
abgegangen sind 937 Schisse (137 Dam 
pfer), davon 79 dentsche. Die Ausfuhr be 
steht vornehmlich inZucker (1879: 98,420 
Ton.) und Baumwolle (60,318 Ballen). 
Insgesamt war der Wert der Einfuhr 
37,600,000 Mt., der Ausfuhr 25,250,000 
Mk. Von England allein wurden für 
22,3 Mill. Mk. Waren eingeführt, und 
dorthin gingen für 11,i Mill. Aik. Die 
Einfuhr von Deutschland bezifferte sich auf 
1,022,158 Mk. — Wechselkurse wie 
Rio de Janeiro; Einfuhrwaren verkauft 
man auf 8—12 Monate Kredit. 
Pcrnau, Kreisstadt im rufs. Gouver 
nement Livland, an der Mündung des 
gleichnain. Flusses, Station derDainpfer 
derLivlaud-DainpfschiffahrtsgeschLübeck); 
0873) 9568 Einw. Deutsches Konsulat; 
Zollamt;PernauerGemeindebank, Filiale 
der Pleskauer Kommerzbank; Transport- 
#.(1879:14,7 Mill. Mk.), hauptsächlich 
Flachs, Leinsaat, Getreide; nach Deutsch 
land für 695,187 Mk. Einfuhr: 1,051,482 
Mk. (davon deutsch 808,880 Mk.), na 
mentlich Salz, Steinkohle, Petroleum. 
Eingelaufen 1878: 170 (48 deutsche) 
Schiffe von 36,557 Ton. 
Perpignan (spr. .pìnjang), Hauptstadt 
des franz. Departements Ostphrenäen und 
vormalige Grafschaft Roussillon, 11 km 
vom Mittelländ. Meer, an dem Chemin 
du Midi; 0876) 24,379 Einw. Waren 
börse; Handelskammer, Handelsgericht; 
Filiale der Bank von Frankreich. Der 
Handel vertreibt namentlich Wein (Rive- 
saltes u. a.), Spirituosen, Wolle, Öl, 
Honig. 
Persien (im Land selbst Iran ge 
nannt), asiat. Monarchie, 1,648,195 
qkm (29,933 QM.) mit ca. 7 Mill. 
Einw., davon 30 Proz. Nomaden, eben 
soviel Städtebewohner und 40Proz.Land 
bewohner. Der Abstammung nach sind 
etwa 3 Mill. Perser, 1 Mill. Turktataren, 
außerdem Turkmenen, Armenier, Juden, 
Arabcrrc.— Hauptprodukte sind: vor 
züglicher Weizen, Gerste und andres Ge 
treide , Hülsenfrüchte, Wein in mehreren 
Provinzen (sehr berühmt ist der von Schi- 
raz, doch dem europäischen Geschmack wenig 
zusagend); außerdem werden Reis und 
Maulbeerbäume in Fülle am Kaspischen 
Meer gebaut, wo die Seide ein wichtiger 
Handelsartikel ist. Aus Georgien und 
Chorasan wurden 1874 noch 400,000 kg, 
aber 1878 nur 200,000 kg Seide ausge 
führt. Dort wird auch, ebenso wie in Gi 
tan und Masenderan, viel Zuckerrohr ge 
baut. Andre vegetabilische Handelsartikel 
sind: Gummitragant, Asa fötida, Gelb- 
beeren, Safran, Henna und Krapp; fer 
ner: Tabak, Indigo, Opium (jährlich 
140,000 kg), Baumwolle. Es sind aber 
nur 10 Proz. des Areals bebaut und 75 
Proz. wüstes Land. Bon Mineralien wer 
den nur etwas Eisen, Blei und Kupfer 
in der primitivsten Weise ausgebeutet. -- 
Die Industrie beschränkt sich auf die 
Anfertigung von Kupfergeraten, Fili 
granarbeiten, damascierten Waffen, fein 
ciselierten Basen, namentlich aber von 
Shawls und Teppichen. — Der Handel 
hat sich infolge des Mangels an schiff 
baren Flüssen und Seehäfen, der hohen 
Binitenzölle, der Schwierigkeit des Trans- 
ports auf den schlechten Landstraßen, auf 
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