56
Glas-Versicherungsgesellschaften
12
o/o der Kapitalanlagen
Unfall-Versicherungsgesellschaften
20
■ ö /o' „
Feuer-Versicherungsgesellschaften
337,0/» „
>>
Hagel-Versicherungsgesellschaften
667 3 o/ 0 „
Rück-Versicherungsgesellschaften
70
°/o „
Vieh-Versicherungsgesellschaften
75
aus. Daneben verfügen diese Gesellschaften, abgesehen von
ihrem Kassenbestand, der ganz außer acht gelassen werden mag,
über hohe Guthaben bei Banken und anderen Versicherungs
unternehmungen, die ebenfalls zur Deckung von Schadens
ansprüchen sofort herangezogen werden können. Diese Gut
haben machen bei den Gesellschaften der oben aufgeführten
Versicherungszweige etwa 10 bis 20°/o der Kapitalanlagen aus.
Hierbei sind die Rückversicherungsgesellschaften unberücksich
tigt geblieben, die, ihrem Charakter entsprechend, besonders
hohe Guthaben bei Banken und vor allem anderen Versiche
rungsgesellschaften unterhalten. Die Statistik läßt deutlich er
kennen, in wie hohem Grade in den eben besprochenen Ver
sicherungszweigen auf die Liquidität der Kapitalanlagen Be
dacht genommen ist. Gewiß muß hier Unter Umständen mit
hohen Ansprüchen seitens der Versicherten gerechnet werden,
aber man kann mit gutem Grund behaupten, daß durch die
Art der Kapitalanlagen die Deckung auch der denkbar höchsten
Forderungen nicht nur in normalen, sondern auch in Kriegs
und Krisenzeiten gesichert ist.
Wenn, wie gezeigt wurde, die Lebensversicherungsgesell
schaften trotz der Bevorzugung der hypothekarischen Anlage
in der Lage sind, ihren Verpflichtungen auch in Krisenzeiten
ohne Schwierigkeiten voll nachkommen zu können, werden
damit auch alle Bedenken zerstreut, die dagegen geltend ge
macht wurden, daß die Gesellschaften in erheblichem Umfange
Hypotheken in Großstädten und insbesondere in Berlin er
worben haben. 1 ) Wer dies den Gesellschaften aber gar zum
Vorwurf macht, zeigt nur, daß ihm das Lebensversicherungs
wesen fremd ist, denn sonst würde er das in dieser Anlage
politik zum Ausdruck gelangende Streben der Lebensversiche-
’) Biermer, a. a. 0. S. 30.