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sondern
uns enger an den betreffenden Punkt der Tagesordnung
bmden, j n diesem Falle also an Punkt 2. Herr Dr. Stresemann
hat das Wort.
Herr Dr. S t r e s e m a n n: Herr Langhammer hat in seinem
Referate bereits darauf hingewiesen, dass es ausserordentlichen
Schwierigkeiten begegnen würde, diejenigen Wünsche durchzusetzen,
die unser Verband sozusagen schon bei seiner Begründung
als seine Hauptaufgabe mit auf das Panier geschrieben
und nun in den 1 : h Jahren seines Bestehens in der breiten
Oeffentlichkeit verfolgt hat.
Meine Herren! Ich möchte in dieser Beziehung noch auf
einen Einwand zukommen, der seiner Zeit gegen uns erhoben
worden ist, als wir zuerst unsere Forderung auf Vertretung der
Industrie in der Ersten Ständekammer in der Oeffentlichkeit
erhoben. Es geschah dies im Februar dieses Jahres auf unserer
Leipziger Versammlung, wo unser verehrter Herr Vorsitzender,
Herr Fabrikbesitzer Hoffmann, in seiner Begrüssungsrede auch
für den Gedanken eintrat, den heute Herr Langhammer uns
entwickelt hat, dass nämlich die sächsische Industrie die Pflicht
hätte, sich zusammenzuschliessen, um den Zustand zu beseitigen,
| dass die Industrie in einer sächsischen Kammer ohne deren
Zutun kein wichtiges Gesetz, dass das sächsische Erwerbsleben
i betrifft, zu stände kommen kann, überhaupt nicht vertreten ist.
Damals ist dieser Standpunkt unseres Verbandes scharf
angegriffen worden und zwar von einem Berliner Blatte, das
gerade sehr oft über sächsische Verhältnisse schreibt und dessen
Leiter früher einen sächsischen Reichstagswahlkreis vertrat,
von der „Deutschen Tageszeitung“.
Es hiess in dieser Notiz, der Verband Sächsischer Industrieller
habe in das „beliebt gewordene Klagelied über die
ungenügende Vertretung in der Ersten Kammer 1 eingestimmt,
und sein Vorsitzender habe sich dabei der Verbreitung unwahrer
Behauptungen schuldig gemacht. Dies sucht das Blatt dadurch
zu beweisen, dass es sagt, es sei davon gesprochen worden,
die Industrie wäre in der -Ersten Kammer nicht vertreten, das
wäre unrichtig. Sie sei im Gegenteil vertreten einmal durch
zwei Industrielle, die vom König aus freier Wahl in die Kammer
berufen wären, zum anderen durch die acht Bürgermeister, und
es z eugte von der weiten Voraussicht der sächsischen Regierung,
dass sie die Vertretung von Handel und Industrie in
die Hände der Bürgermeister gelegt hätte. Die Vertreter der
Industrie wären unter einander so uneinig in den wichtigsten
Fragen, dass sie nur zu Zwiespalten unter sich selbst kämen,
wenn sie Vertreter aus ihrer Mitte wählen sollten, dagegen
hätten die Bürgermeister einen derartigen Einblick in das öffent-