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liehen Interessenvertretern eine ganz unzureichen e, un . _
lässt man die Landwirtschaft doch auch nicht durc _
meindevorstände, sondern durch die eigenen eru sge
vertreten und kann dies den sächsischen Industue en
doch auch wohl zugestehen. .
Nun haben Herr Langhammer und Herr Kommerzienrat
Collenbusch in seiner Begrüssungsansprache darauf hinge wiese ,
dass man nur mit denjenigen Forderungen durchkömmen onn >
die in absehbarer Zeit erreichbar seien, die sich in den renze
des Erreichbaren hielten. ,
Gewiss, meine Herren, aber ebenso mit Recht ist aucn
von den beiden Herren darauf hingewiesen worden, dass ie
Industriellen vielfach eine Zurückhaltung geübt haben, die wci
über das hinausgehen, was man im Interesse des Gemeinwohles
an persönlichen Wünschen zurückstellen kann. (Sehr richtig!)
Ich habe in Chemnitz die Auffassung gehört, dass einer
der Herren sagte: „Gewiss, wir würden es sehr, begrüssen,
wenn unsere 5 Handelskammern je einen Vertreter
in die Erste Kammer schickten.“
Ja, meine Herren, dass heisst wirklich die Zurückhaltung
und Bescheidenheit sehr weit getrieben, und ich glaube, dass
man eine solche Forderung, wenn die übrigen verfassungsmässigen
Schwierigkeiten erst beseitigt sind, mit einem gewissen
Augurenlächeln bewilligen würde, denn dann hätte man
von anderer Seite 2 Fliegen mit einem Schlage getroffen.
Erstens wären wir gesetzmässig vertreten, jene 5 Herren
aber, und wären sie auch in der Lage, ihre glänzenden Reden
zu halten und von so gründlicher Bildung, dass sie die Interessen
der Industrie persönlich in einer Weise vertreten, wie
es nur irgend möglich wäre, so würden sie doch an den Beschlüssen
der Ständekammern nichts ändern, sie würden nach
wie vor eine kleine Minorität, die vielleicht gewillt ist, die
Interessen von Handel und Industrie zu vertreten, etwas verstärken,
ohne die Mehrheit zu tangieren; und man hätte denselben
Zustand wie jetzt, man hätte auf der anderen Seite aber
Oel in die Wogen der Erregung gegossen und hätte dert besten
Beweis dafür, dass heute ungerechtfertigte Zustände bestehen,
•der Industrie aus den Segeln genommen!
Es ist von Herrn Langhammer sehr richtig darauf hingewiesen
worden, dass auf die Dauer eine Ständekammer, der
im Sinne des Gesetzes, wie unserer 1. Kammer, der .Stempel
einer berufsmässigen Vertretung aufgedrückt ist, auch Rücksicht
nehmen muss auf diejenige Entwicklung des Landes, die 'tiün
einmal vor sich gegangen ist, auf diejenigen wirtschaftlichen
Kreise, aus denen sich die Bevölkerung heute zusammensetzC;
und wenn Sie aus den Worten des Herrn Langhammer eilt-