Full text : Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft

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die  Pferdezuchtanstalten.  Außer  diesen,  landwirtschaftlichen  Interessen
dienenden,  zahlreichen  Instituten,  hat  man  auch  eine  Reihe  Don  Organen
geschaffen,  welche  zur  Beförderung  von  Handel  und  Industrie  in  Japan
bestimmt  sind.  In  dieser  Beziehung  sind  zu  nennen:  die  technischen
Vereine,  die  industriellen  Versuchslaboratorien,  sowie  technische  und
kaufmännische  Schulen  in  großer  Zahl.  Von  diesen  Schulen  sind  besonders ­
  die  technische  Fakultät  der  kaiserlichen  Universität,  die  technischen
Hochschulen,  die  Handelshochschulen,  die  technischen  Mittelschulen,
Handelsschulen,  Lehrlingsschulen,  und  die  kaufmännischen  und  technischen
Fortbildungsschulen  zu  erwähnen.  Neben  diesen  Schulen  dienen  der
praktischen  Bildung  dann  noch  die  Handelskammern,  Konsulate,  Ansstellungen, ­
  Handelsmuseen  im  In-  und  Auslande,  die  Entsendung  geeigneter ­
  Sachverständiger  säst  über  den  ganzen  Erdkreis  311  Studienzwecken, ­
  sowie  die  Entsendung  kaufmännisch  oder  technisch  vorgebildeter
Studierender  oder  Werkmeister  in  das  Ausland,  deren  Pflicht  es  ist,
sich  mit  dem  Studium  fremder  Einrichtungen  in  bezug  auf  Handel
und  Industrie  zu  befassen.
Ebenso  sind  naturgemäß  auch  für  andere  Gebiete  des  wirtschaftlichen ­
  Lebens  Fortbildungsinstitute  der  verschiedensten  Art  in  Japan
geschaffen,  deren  Erörterung  hier  jedoch  übergangen  werden  muß,  um
nicht  den  Umfang  dieser  Studie  allzusehr  auszudehnen.
Die  systematische  Schilderung  der  volkswirtschaftlichen  Zustände
Japans  hat  sich  logischerweise  nunmehr  mit  einer  Darstellung  der
finanzwirtschaftlicheil  Verhältnisse  des  Landes  zu  befassen,  die  in  der
modernen  Wirtschaftspolitik  eine  so  hervorragende  Rolle  spielen.  Ihr
stärker  oder  geringer  pulsierendes  Lebeil  bildet  heutzutage  einen  wirksamen,
  weil  sehr  einpfindlichen,  Gradmesser  des  nationalen  Wohlstandes
eines  Landes.  Die  beiden  wichtigen  Faktoren  der  Finalizwirtschaft
bilden  das  Bankwesen  und  der  Geldverkehr.
Obwohl  das  japanische  Bankwesen  erst  seit  etwa  dreißig  Jahren
nach  europäischein  und  amerikanischein  Muster  eingerichtet  worden  ist,
so  lassen  sich  doch  für  das  letzte  Jahrzehnt  bereits  recht  beträchtliche
Fortschrittte  erkennen.  Außer  den  gewöhnlichen  Banken  mid  Sparbanken ­
  gibt  es  in  Japan  eine  Reihe  moderner  Geldinstitute,  die,  unter
besonderen  Gesetzen  errichtet,  der  staatlichen  Aussicht  unterstehen  und
den  anderen  Banken  gegenüber  eine  Sonderstellung  einnehmen.  Zn
diesen,  eine  sonderrechtliche,  staatliche  Stellung  einnehmenden  Bankinstituten ­
  zählen:  Die  Bank  von  Japan  (Nippon  Ginko)  als  die  Zentralbank ­
  des  gesamten  japanischeii  Jnlandsbankverkehrs,  mit  dem  ausschließlichen ­
  Rechte  der  Ausgabe  koiivertirbarer  Banknoten;  dann  folgt
ihrer  Bedeutung  nach  die  Iokohama-Specie-Bank,  ivelche  besonders  dem
Dienste  des  auswärtigen  Handels  ihre  finanziellen  Kräfte  ividniet  und
            
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