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weise dafür gegeben wurden, so behaupteten es doch die sozialistischen
Zeitungen mit Bestimmtheit, um die der Arbeitskammer angehörigen
Arbeiter zu ermutigen, sich nicht durch den Eintritt
neuer Hindernisse einschüchtern zu lassen. Dieser Argwohn erneute
sich, als im Jahre 1893 der damalige Industrie- und
Handelsminister Lacava bei den Handelskammern durch ein Rundschreiben
anfragte, welche Reformen sie für sich selbst nötig hielten,
um eventuell — und dies war der eigentliche Zweck der Frage —
die Arbeitskammern zu ersetzen.
Die Handelskammern erwiderten größtenteils, sie hielten es
für zweckmäßig, daß dem Arbeiterstande eine Vertretung gegeben
werde, die an die Handelskammern selbst anzuschließen sei. Aber
die Handelskammern von 21 Städten und gerade die der wichtigsten,
wie die von Rom, Turin und Mailand, erklärten sich gegen diesen
Plan mit der Begründung, es sei besser, die Vertretung des
Arbeiterstandes den Arbeitskammern zu lassen. Das geschah und
die Organisation der Arbeitskammern, die von der wachsenden
Gunst der interessierten Klassen begünstigt waren, fing an, ihre
Tätigkeit zu erweitern und sich die Sympathien der Gelehrten, der
unabhängigen Politiker und, wir können auch sagen, sogar die des
Industrie- und Handelsministers selbst zu erwerben, der im
Jahre 1894 dem Komitee der damals in Mailand stattfindenden
Ausstellung Auszeichnungen für die vertretenen Arbeitskammern zur
Verfügung stellte. Die Jury, deren Ehrenpräsident der Abgeordnete
Professor Luigi Luzzatti war, verlieh ein Ehrendiplom
mit goldener Medaille der Arbeitskammer von Mailand, ein
Diplom ersten Grades mit silberner Medaille der von Cremona
ein Diplom zweiten Grades der von Bologna und endlich ein
solches dritten Grades der von Turin. Fast gleichzeitig wandte
sich eine Regierungskommission, die eine Eisenbahnenquete machen
sollte, an einige Arbeitskammern, erbat sich von ihnen Daten und
befragte einige ihrer Vertreter sogar persönlich.
Als Dokument und als Beleg für die Haltung des gebildetsten
Teiles der herrschenden Klassen gegen die Arbeitskammern
möchten wir die Teilnahme des Abg. Luzzatti an einer